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Koalition gegen Maurer geschmiedet

Dienstag, 23. Oktober 2007, 0:19 Uhr, Aktualisiert 09:11 Uhr

Mitte-Parteien in Zürich rüsten sich für Ständeratswahl

Die Vorbereitungen für die zweiten Wahlgänge in den Ständerat laufen bereits auf Hochtouren. Im Kanton Zürich versuchen SP, Grünliberale, CVP und EVP, eine Allianz gegen SVP-Präsident Ueli Maurer zu schmieden.

Grossaufnahme von Ueli Maurer.
Für SVP-Präsident Ueli Maurer könnte es am 25. November eng werden. (keystone)

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Die Parteipräsidenten der Zürcher SP, Grünliberalen, CVP und EVP trafen sich am Montag, wie Peter Reinhard, Geschäftsführer der EVP, gegenüber den Medien mitteilte. Dabei einigte man sich darauf, entweder Chantal Galladé (SP) oder Verena Diener (Grünliberale) zu unterstützen.

Im Anschluss an das Treffen verzichteten Kathy Riklin (CVP) und Ruedi Aeschbacher (EVP) auf den zweiten Wahlgang vom 25. November. Es sei der dringende Wunsch der vier Parteien, sich auf eine der beiden verbleibenden Kandidatinnen aus dem Mitte-Links-Lager zu verständigen, sagte CVP-Präsident Markus Arnold.

Wer nun im zweiten Wahlgang gegen Maurer antritt, wollen SP und Grünliberale in gemeinsamen Gesprächen entscheiden. Der Entscheid soll demnächst fallen. Nationalrätin Galladé hatte am Sonntag rund 10'000 Stimmen mehr geholt als die frühere Zürcher Regierungsrätin Diener. SVP-Kandidat Ueli Maurer erreichte mit rund 150'000 Stimmen den zweiten Platz hinter dem bereits gewählten Felix Gutzwiller (FDP).

Kämpferisch gibt sich die Neuenburger SP: Sie beschloss, nicht auf einen ihrer beiden Sitze zu verzichten und sowohl Gisèle Ory als auch Pierre Bonhôte in den zweiten Durchgang zu schicken. FDP-Kandidat Didier Burkhalter, der sich im ersten Wahlgang zwischen die beiden SP-Leute geschoben hatte, tritt ebenfalls wieder an.

Im Wallis, wo im ersten Wahlgang nur Jean-René Fournier (CVP) gekürt wurde, tritt René Imoberberg (CVP) wieder an. Die SP beschloss am Montagabend, nicht mehr anzutreten. Offen ist noch der Entscheid der FDP; würde sie ebenfalls verzichten, wäre Imoberberg still gewählt.

Im Waadtland einigten sich SP und Grüne am Montagabend auf eine gemeinsame Liste mit ihren Kandidaten Géraldine Savary (SP) und Luc Recordon (Grüne). Sie wollen auf diese Weise den Bürgerlichen mindestens einen Sitz abjagen. Im ersten Wahlgang landete hier Charles Favre (FDP) vor Guy Parmelin (SVP).

Im Kanton St. Gallen treten wohl alle bürgerlichen Kandidaten nochmals an. An der Spitze lag hier Toni Brunner (SVP) vor den Bisherigen Eugen David (CVP) und Erika Forster (FDP). Die St. Galler Regierungspräsidentin Kathrin Hilber (SP) will bis Dienstagmittag entscheiden, ob sie zum zweiten Wahlgang antritt.

Im Tessin haben Dick Marty (FDP), Filippo Lombardi (CVP) und Franco Cavalli (SP) bereits angekündigt, im zweiten Wahlgang an den Start zu gehen. Marty dürfte seinen Sitz problemlos verteidigen, während sich Lombardi und Cavalli erneut ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern werden.

(sda/kons)