Schweiz
Diener und Galladé feilschen noch
SP und GLP beraten um SR-Kandidatur
Im Hinblick auf eine Mitte-Links-Kandidatur für den zweiten Ständerats-Wahlgang in Zürich sind SP und Grünliberale (GLP) noch nicht weiter gekommen. Am Mittwochmorgen wollen sie dann aber informieren.
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«Die Parteispitzen werden sich am Abend zu separaten Sitzungen treffen, um das weitere Vorgehen zu erörtern», sagte Martin Bäumle, Ko-Präsident der Grünliberalen, vor diesen Treffen. «Vor 9 Uhr am Mittwochmorgen werden keine inhaltlichen Kommentare zum Thema abgegeben.»
Diese Aussagen sind das Resultat einer Sitzung von SP und GLP vom Dienstagnachmittag, an der die beiden möglichen Kandidatinnen Verena Diener (GLP) und Chantal Galladé (SP) sowie deren Parteipräsidenten teilnahmen. Es habe eine gute Atmosphäre geherrscht, sagte Bäumle.
Weiter gekommen sind die beiden Parteien in ihrem Bestreben, sich auf Diener oder Galladé zu einigen, nicht. Zu reden gab indes ein Gutachten, das ein Politologe ausarbeiten sollte, um die Gewinnchancen der beiden Frauen auszuloten.
Diener hatte am Mittag gegenüber dem Zürcher «Regionaljournal» von Schweizer Radio DRS gesagt, sie würde ihre Kandidatur zurückziehen, wenn der Gutachter zum Schluss käme, dass Galladé ein gleich gutes oder besseres Mobilisierungspotenzial habe.
Laut Bäumle wurde die Idee eines solchen Gutachtens an der Nachmittagssitzung verworfen. «SP und Grünliberale hatten unterschiedliche Auffassungen über den Nutzen einer Expertise», sagte Bäumle.
Beim ersten Wahlgang vom Sonntag schaffte einzig FDP-Kandidat Felix Gutzwiller auf Anhieb den Sprung in den Ständerat. Dahinter klassierte sich Ueli Maurer (SVP) deutlich vor Chantal Galladé (SP) und Verena Diener (GLP).
Die Mitte-Links-Parteien setzten sich in der Folge zum Ziel, Maurer unbedingt zu verhindern. Grüne, CVP und EVP nahmen ihre Kandidaten Daniel Vischer, Kathy Riklin und Rudi Aeschbacher aus dem Rennen und beauftragten SP und GLP, sich auf Diener oder Galladé zu einigen.
In ihren öffentlichen Verlautbarungen hielten jedoch beide Parteien an ihren Kandidatinnen fest. Sie gaben sich überzeugt, dass ihre Vertreterin grössere Chancen hat, am 25. November Ueli Maurer zu schlagen.
(ap)
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