International
Dalai-Lama-Empfang verärgert China
Würdenträger soll US-Zivilorden erhalten
China hat US-Präsident George W. Bush vor dem geplantem Treffen mit dem Dalai Lama erneut vor negativen Konsequenzen für die Beziehungen der beiden Länder gewarnt. Bush will den Dalai Lama am Dienstag zu einem privaten Gespräch empfangen.
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Das beidseitige Verhältnis werde durch eine persönliche Zusammenkunft des US-Präsidenten mit dem im Exil lebenden geistlichen Oberhaupt der Tibeter «schwer untergraben», sagte ein Sprecher des Aussenministeriums in Peking.
Nach dem Empfang im Weissen Haus soll der Dalai Lama am Mittwoch in einer Zeremonie in Washington den höchsten Zivilorden des US-Kongresses erhalten. Der Kongress will das geistige Oberhaupt der Tibeter für seine «herausragenden Beiträge zum Frieden, zur Gewaltfreiheit sowie für Menschenrechte und religiöse Verständigung» ehren.
An der Zeremonie will auch Bush teilnehmen. Vor dem Dalai Lama, der 1989 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, haben auch schon der ehemalige südafrikanische Präsident Nelson Mandela, Papst Johannes Paul II. und der britische Expremierminister Tony Blair die Goldmedaille des US-Kongresses erhalten.
Bereits am Montag hatte China gegen den Empfang des Dalai Lamas in den USA protestiert und ein Treffen von UNO-Sicherheitsrats-Mitgliedern in Berlin platzen lassen. Das Land sagte seine Teilnahme an für Mittwoch geplanten Gesprächen über das weitere Vorgehen im Atomstreit mit dem Iran ab.
(sda/ap/wenn)
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