International
Sicherheitsrat «bedauert» Gewalt in Burma
UNO-Gremium mit verhaltener Kritik
Der UNO-Sicherheitsrat hat die burmesische Militärregierung für deren Niederschlagung der Massendemonstrationen kritisiert. Er «bedauert den Einsatz von Gewalt gegen Demonstrationen sehr».
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In der einstimmig verabschiedeten Erklärung hob das Gremium hervor, politische Gefangene müssten zügig freigelassen werden. Zwischen der Opposition und der Junta müsse ein ehrlicher Dialog möglich gemacht werden. Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi wird entgegen den ersten Entwürfen nicht mehr ausdrücklich genannt.
Der amerikanische UN-Botschafter Zalmay Khalilzad nannte die Erklärung gleichwohl «akzeptabel». Sein französische Kollege Jean-Maurice Ripert sagte dagegen, es sei kein Geheimnis, dass sich die USA, Grossbritannien und Frankreich einer stärkere Botschaft gewünscht hätten. Damit hätte man jedoch kein geschlossenes Votum erreichen können.
Der Sicherheitsrat hatte tagelang um die Erklärung gerungen. Es ist das erste Mal, dass sich der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zu Burma explizit äussert. Die Vetomacht China hatte bislang stets verhindert, dass das 15-köpfige Gremium die burmesische Junta offen kritisiert. Nun stimmte die Volksrepublik zu.
(sda/frua)
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