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Verurteilte Rechtsextreme marschierten mit SVP

Donnerstag, 11. Oktober 2007, 18:13 Uhr, Aktualisiert 12.10.2007, 15:54 Uhr

SVP wehrt sich gegen Vorwürfe

Jonas Gysin und Dominic Lüthard, zwei verurteilte Pnos-Politiker, nahmen am Samstag am SVP-Marsch durch Bern teil. Dies zeigen Bilder, welche das Komitee «Schwarzes Schaf» heute veröffentlichte.

SVP-Kundgebungsteilnehmer mit Schweizer Fahnen
Unter den SVP-Kundgebungsteilnehmern befanden sich auch verurteilte Rechtsextreme. (keystone)

Die beiden Männer sind einschlägig bekannt: Jonas Gysin, Gründer der Partei National Orientierter Schweizer (Pnos) – verurteilt wegen Körperverletzung und Rassendiskriminierung. Dominic Lüthard, Pnos-Mitglied - verurteilt wegen Gewalt an einer türkischen Familie und Sachbeschädigung.

Die Teilnahme dieser beiden Pnos-Exponenten am SVP-Marsch ist für Daniele Jenni, dem Organisator der Gegenveranstaltung, der Beweis, dass sich die SVP nicht von Rechtsextremisten distanziert.

SVP-Präsident Ueli Maurer wehrt sich gegen diesen Vorwurf: «Wir können nicht einfach Leute nur auf Grund ihrer Kleidung von unserem Anlass ausschliessen.» Mit Rechtsextremismus habe die SVP nichts am Hut. Im Vorfeld ihrer Veranstaltung hat die SVP in einer Medienmiteilung Links- und Rechtsextreme gebeten, zu Hause zu bleiben.

Die SVP verklagt die Stadt Bern nach den Ausschreitungen vom vergangenen Samstag auf Schadenersatz. Sie macht einen Schaden von mehreren zehntausend Franken geltend.

Insbesondere auf dem Bundesplatz sei Material beschädigt worden. SVP-Sprecher Roman Jäggi bestätigte eine entsprechende Meldung von TeleZüri. Der Anwalt der Partei habe die Schadenersatzklage in den letzten Tagen geprüft.

Die SVP begründet ihre Schadenersatzklage damit, dass die Stadt die unbewilligte Gegendemonstration nicht unterbunden habe. Dadurch seien die Ausschreitungen und die Sachbeschädigungen erst möglich geworden.

Schaden sei der Partei vor allem auf dem Bundesplatz entstanden, sagte Jäggi weiter. Hier waren eine Bühne und weitere Anlagen aufgestellt worden, da die Redner der SVP ursprünglich auf dem Bundesplatz auftreten sollten.

(sf/sda/sper)