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International

China ist Hinrichtungsland Nr. 1

Dienstag, 9. Oktober 2007, 0:31 Uhr, Aktualisiert 08:48 Uhr

Menschenrechtler geisseln Gerichtspraxis

In China werden nach Schätzungen der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) jährlich etwa 7500 Menschen hingerichtet. Die chinesischen Behörden vollziehen die Todesstrafe öfter als alle anderen Länder der Welt zusammen.

Drei chinesische Polizisten mit Sonnenbrillen und Helmen, dazwischen ein Mann in Zivil.
Ein zum Tode verurteilter Chinese wird von Polizisten zum Hinrichtungsort gebracht. (reuters)

Human Rights Watch forderte die Regierung in Peking auf, zumindest bis zu den Olympischen Spielen 2008 alle Hinrichtungen auszusetzen und die Gerichts- und Berufungsverfahren zu verbessern.

Wegen struktureller Defizite bei den Gerichtsverfahren in China bekomme kein Todeskandidat einen fairen Prozess, der internationalen Standards entspreche, erklärte HRW-Asiendirektor Brad Adams.

Die Regierung habe zwar erklärt, dass die Zahl der Vollstreckungen zurückgegangen sei, dies sei jedoch kein Ersatz für Transparenz, faire Verfahren und eine angemessene Verteidigung.

Zudem würden viele Gefangene aufgrund von Geständnissen hingerichtet, zu denen sie unter Folter gezwungen wurden.

(sda/halp)