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Bewerbung ohne Namen

Montag, 8. Oktober 2007, 13:29 Uhr, Aktualisiert 20:34 Uhr

Bessere Berufschancen für junge Ausländer

Ausländische Jugendliche sollen dank anonymen Bewerbungen bessere Aussichten auf eine Lehrstelle erhalten. KV Schweiz hat in Zürich mit «smart selection» ein entsprechendes Pilotprojekt gestartet.

Aufnahme einer Lehrlingswerkstatt. Die Lehrlinge arbeiten an kleinen Werkstücken.
Schweizer Lehrstellensuchende haben vier Mal bessere Chancen einen Platz zu finden als Ausländer. (keystone)

«Wer den falschen Nachnamen trägt, wird oft gar nicht für eine Schnupperlehre oder ein Vorstellungsgespräch eingeladen», sagte Rolf Margreiter, Ressortleiter Jugend im Kaufmännischen Verband (KV) Schweiz.

So hätten ausländische Jugendliche laut einer Studie der Universität Freiburg bei gleichen Qualifikationen wie Schweizer eine vier Mal schlechtere Chance, eine Lehrstelle zu finden.

Mit dem Zürcher Pilotprojekt «smart selection» will KV Schweiz laut Margreiter diese Chancendefizite nun angehen und damit auch der «sozialen Zeitbombe» Jugendarbeitslosigkeit begegnen. 40 Betriebe mit insgesamt rund 100 Lehrstellen hätten ihre Beteiligung bereits zugesagt.

In dem branchenübergreifenden einjährigen Projekt sollen Erkenntnisse zur anonymen Bewerbung auf dem Lehrstellenmarkt gewonnen und damit Objektivität und Chancengleichheit gestärkt werden.

Zentrales Instrument sind dabei die anonymen Online-Bewerbungsprofile von Lehrstellensuchenden auf der Plattform «We-are-ready». Dort können die Jugendlichen kostenlos ihre bei einer Bewerbung üblichen Angaben hinterlegen.

(ap/stom)