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International

Schweizer Firmen füllen Wahlkampf-Kassen

Montag, 8. Oktober 2007, 17:50 Uhr

Giuliani und Obama stehen hoch in der Gunst der Spender

Auch Schweizer Firmen mischen im Kampf um die US-Präsidentschaft mit. Mitarbeiter von Schweizer Grossbanken und der Pharmaindustrie haben bereits mehrere Hunderttausend Dollar in den Wahlkampf gepumpt.

Barack Obama schüttelt Hände von Anhängern
Barack Obama kann sich über Wahlspenden aus der Schweiz freuen. (keystone)

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Laut Angaben des unabhängigen Center for Responsive Politics spendeten Angestellte der Credit Suisse in den ersten sechs Monaten 2007 über 400'000 Dollar. Davon gingen gut 52 Prozent an republikanische Kandidaten, knapp 48 Prozent erhielten die Demokraten.

Klar auf Seiten der Liberalen stehen dagegen die Mitarbeiter der UBS, wie die «Mittelland Zeitung» berichtet. Fast 90 Prozent der 360'000 Dollar, die bislang einflossen, kamen demokratischen Kandidaten zu Gute.

Das Herz der UBS-Banker schlägt dabei vor allem für den jungen Senator Barack Obama. Er erhielt fast 200'000 Dollar, während Hillary Clinton knapp 60'000 Dollar einstrich. Bei den Angestellten der CS dagegen steht die ehemalige First Lady leicht höher im Kurs. Sie bekam bislang 64'000 Dollar, Obama rund 63'000 Dollar.

Favorit der Banker bei den Republikanern ist der ehemalige New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani. Allein CS-Mitarbeiter schenkten ihm über 130'000 Dollar. Die Angestellten der Pharmamultis Roche und Novartis sind gemessen an den Spenden eindeutig auf demokratischer Seite. Aus den beiden Firmen flossen rund zwei Drittel des Geldes an die Demokraten. Novartis-Angestellte spendeten insgesamt gut 22'000 Dollar, Roche-Mitarbeiter knapp 14'000.

Die Zahlen stützen sich auf die amerikanische Wahlkommission und erfassen nur die ersten beide Quartale des laufenden Jahres. In den USA dürfen Unternehmen nicht mehr direkt an Parteien spenden, umso wichtiger ist die Unterstützung privater Geber geworden.

Pro Person darf bis zu den Vorwahlen vom Januar maximal 2'300 Dollar gespendet werden. Derselbe Betrag kann danach noch einmal für die eigentliche Präsidentschaftswahl vom November 2008 locker gemacht werden. Neben dem Namen muss der Spender auch seinen Arbeitgeber publik machen.

Eindeutige Spitzenreiterin im Spendensammeln ist Clinton. Sie hat bis September laut eigenen Angaben 90 Millionen Dollar angehäuft. Obama generierte 78 Millionen. Bei den Republikanern haben Mitt Romney (55 Millionen Dollar) und Giuliani (46 Millionen Dollar) am meisten Geld zur Verfügung.

(sda/aren)