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Festgenommene Randalierer wieder frei

Sonntag, 7. Oktober 2007, 12:57 Uhr

Ausschreitungen in Bern gehen in der Nacht weiter

Die 42 Personen, die am Samstag in Bern bei den Ausschreitungen rund um die SVP-Wahlkundgebung verhaftet wurden, sind in der Nacht auf Sonntag wieder auf freien Fuss gesetzt worden. Sie werden sich wegen diversen Delikten verantworten müssen. In der Nacht kam es im Umfeld der Berner Reithalle zu weiteren Auseinandersetzungen.

Ein völlig zerstörter Lieferwagen, dahinter beschädigte Marktstände auf dem Bundesplatz.
Der Sachschaden beläuft sich nach vorläufigen Schätzungen auf mehrere zehntausend Franken. (keystone)

Über die Höhe des am Samstag angerichteten Sachschadens konnte die Polizei noch keine abschliessenden Angaben machen. Nach ersten Schätzungen geht sie von einer Schadenhöhe von mehreren zehntausend Franken aus.

Eine Bilanz könne erst Ende der Woche gemacht werden, wenn alle Anzeigen bei der Polizei eingetroffen seien, sagte ein Sprecher der Stadtpolizei Bern.

Bei den Auseinandersetzungen zwischen vermummten Mitgliedern des Schwarzen Blocks und der Polizei wurden 21 Personen verletzt, davon 18 Polizisten.

Im Nachgang zu den Randalen rund um die SVP-Wahlveranstaltung ist es in der Nacht auf Sonntag im Umfeld der Berner Reithalle zu weiteren Auseinandersetzungen zwischen Mitgliedern des Schwarzen Blocks und der Polizei gekommen.

Vermummte bewarfen von der Reithalle aus vorbeifahrende Autos mit Flaschen und Steinen oder schossen Feuerwerkskörper gegen Fahrzeuge ab. Zwei Polizeiautos wurden beschädigt. Ein Polizist wurde durch Glassplitter verletzt.

Die Vermummten entfachten zudem auf der Neubrückstrasse ein Feuer und beschädigten SVP-Wahlplakate. Danach zogen sie sich in die Reithalle zurück und mischten sich unter die mehreren hundert Veranstaltungsbesucher, so dass die Polizei nach eigenen Angaben keine Festnahmen machen konnte.

(sda/hues)