Schweiz
Bergführerverband begrüsst Abklärungen
Untersuchung dient der Versachlichung
Der Schweizer Bergführerverband (SBV) hat das Gutachten des Lawineninstituts zum Bergunglück an der Jungfraubegrüsst. Die Stellungnahme der neutralen Instanz über den Unfallhergang ermögliche eine sachliche Auseinandersetzung, teilte der Verband mit.
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Auch wenn die Strafuntersuchung wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung für die Bergführer sehr bedrohlich wirke, hätten Angehörige und Öffentlichkeit das Recht, zu wissen, was sich damals ereignet habe und ob jemand die Verantwortung übernehmen müsse.
«Der Bergführerverband ist daran interessiert, dass offiziell geklärt wird, wie die Entscheidungsfindung bei den Bergführern an der Jungfrau erfolgt ist», heisst es. Wichtig ist laut Verband aber auch die Frage, ob die im Nachhinein festgestellte «erhebliche» Schneebrettgefahr auch auf der Tour durch die Bergführer hätte erkannt werden können.
Dass es eine Lawine am Ort und zum Zeitpunkt des Absturzes gegeben habe, sei unbestritten. Aus der Sicht der Bergführer sei es wohl denkbar, dass die Rekruten von der Lawine mitgerissen worden seien. Es sei aber ebenso denkbar, dass die Lawine nur mittelbar oder gar nicht Auslöser der Katastrophe gewesen sei, hält der Verband fest.
(ap/kons)
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