Wirtschaft
CS will weitere Stellen abbauen
Noch kein Ende der US-Kredit-Krise in Sicht
Die US-Hypothekenkrise ist nach Ansicht der Credit Suisse noch lange nicht ausgestanden. Die Probleme dürften weitere 6 bis 18 Monate anhalten, erklärte CS-Chef Brady Dougan an einer Merrill-Lynch-Konferenz.
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Es sei in den USA keine Erholung bei Neuhypotheken und der Verbriefung von Hypotheken zu erwarten. Die Credit Suisse habe aber die Kapazitäten, Vorteile aus den Gelegenheiten zu ziehen, die der Handel mit den durch Hypotheken gesicherten Wertschriften biete.
Das Neuemissionsvolumen für diese Wertschriften ist gemäss dem Thomson/SDC im dritten Quartal von 350 Milliarden auf 200 Milliarden Dollar zusammengeschmolzen.
Das Geschäft mit den verbrieften Hypotheken habe im vergangenen Jahr rund 6 Prozent zu den Einnahmen der Grossbank beigetragen, gab Dougan weiter bekannt. Längerfristig eröffneten sich in den USA Chancen bei erstklassigen Hypotheken zu attraktiveren Margen.
Als Reaktion auf die US-Hypothekenkrise will die Grossbank im Investment Banking erneut 170 Stellen streichen. Der Abbau erfolgt fast nur in den USA. Die Schweiz ist nicht betroffen.
Rund die Hälfte des Abbaus solle im Bereich festverzinsliche Wertpapiere inklusive des Geschäfts mit den verbrieften US-Hypotheken stattfinden. Der Rest habe mit einer jährlichen, leistungsbezogenen Reduktion zu tun, hiess es aus mit der Sache vertrauten Kreisen.
Bereits vergangene Woche hatte die Bank mit Verweis auf die Kreditkrise den Abbau von 150 Stellen in New York und London angekündigt. In der Schweiz betreibt die Credit Suisse das Geschäft mit den Hypothekenverbriefungen nicht. Deshalb fallen dem Einschnitt hierzulande keine Stellen zum Opfer.
Im Bereich Finanzierungen mit einem grossen Anteil von Fremdkapital (Leveraged Finance) habe im vergangenen Jahr 5 Prozent zu den Einnahmen der Credit Suisse beigetragen. Dort hätten die Investoren wieder Appetit. Die Marktbereinigung biete exzellente Chancen, die eigene Position zu stärken, da schwächere Konkurrenten aus dem Markt verdrängt würden, sagte Dougan weiter.
Zudem bekräftigte der CS-Chef seinen Willen, die Kosten im Griff zu behalten. Das Kostensparziel wurde auf 600 Millionen Franken im laufenden Jahr erhöht nach 250 Millionen Franken im Jahre 2006.
Unter anderem startete die Bank ein gruppenweites Programm, um den Mitarbeiterbestand in Gegenden mit tieferen Löhnen zu erhöhen. Das sei bereits bei 10 Prozent des weltweiten Mitarbeiterbestands geschehen und die Bank befinde sich auf Kurs, bis Ende 2008 eine Quote von 15 Prozent zu erreichen.
(ap/sda/kons)
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