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Eva Herman fühlt sich «falsch zitiert»

Freitag, 28. September 2007, 17:22 Uhr

Medien als Sündenbock, Werte als Antrieb

Ex-Fernsehmoderatorin Eva Herman erhebt nach ihren umstrittenen Äusserungen zur NS-Familienpolitik und dem Rauswurf durch den NDR schwere Vorwürfe gegen die Medien.

Grossaufnahme von Eva Herman. Sie schaut etwas betrübt und hat die rechte Hand erhoben.
Eva Herman fühlt sich von der eigenen Zunft unfair behandelt. (keystone)

«Ich fühle mich nicht nur falsch interpretiert, sondern ich wurde eindeutig falsch zitiert», sagte Herman nach Angaben der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung».

Das umstrittene Zitat, in dem sie Familienwerte aus der NS-Zeit lobte, sei verfälscht und sinnentstellt wiedergegeben worden, betonte die 48-Jährige. «Ich hatte mich in dem Zusammenhang mehrfach ausdrücklich vom Nationalsozialismus distanziert. Ich verabscheue rechtsradikale Ideologien», sagte sie.

Nach der Diskussion um ihr Buch «Das Eva-Prinzip» und die Rollenteilung zwischen Mann und Frau «hat sich mein Aussenbild für viele verändert», wird sie zitiert. «Wir haben ein Werteproblem, die Gesellschaft zerfällt», sagte Herman. Es müsse allmählich möglich sein, in einer aufgeklärten Gesellschaft darüber zu sprechen.

Herman war jahrelang «Tagesschau»-Sprecherin und moderierte eine Talkshow im NDR-Fernsehen.

Seitdem sie in Büchern und Vorträgen ein sehr konservatives Frauenbild vertritt, das zudem nicht ihrer eigenen bisherigen Lebensweise entspricht, steht sie in der Kritik.

(ap/kokb)