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International

Militärjunta schiesst auf Mönche

Mittwoch, 26. September 2007, 4:39 Uhr, Aktualisiert 27.09.2007, 0:11 Uhr

Demonstranten protestieren weiter

Mit Schlagstöcken, Tränengas und Warnschüssen sind die burmesischen Sicherheitskräfte gegen Demonstranten losgegangen. Dabei kamen mindestens zwei buddhistische Mönche ums Leben. Augenzeugen zufolge feuerten Soldaten und Polizisten in der Nähe der Sule-Pagode im Stadtzentrum von Rangun über die Köpfe der Menschen, die in Panik flüchteten.

Eine Strasse, am Ende ein Tempel und davor Rauch.
Das burmesische Militär setzt Tränengas ein, um die Demonstranten auseinander zu treiben. (keystone)

Mindestens zwei Zeugen beobachteten, wie ein blutender Mönch weggetragen wurde. Es war jedoch unklar, ob der Mann tot oder verletzt war.

Trotz des massiven Aufgebots an Soldaten und Polizisten schlossen sich wieder etwa 10’000 Bürger den demonstrierenden Mönchen an. «Sie ziehen durch die Strassen, die Mönche in der Mitte und die einfachen Leute an jeder Seite. Sie schirmen sie ab, bilden einen menschlichen Schutzschild», beschrieb ein Augenzeuge im ohrenbetäubenden Lärm der Demonstration die Szene.

Unterdessen hat der britische Premierminister Gordon Brown den UNO-Sicherheitsrat aufgefordert, noch heute über die Lage in Burma zu beraten. «Ich hoffe, der Sicherheitsrat wird sich sofort treffen, heute noch, und darüber beraten, was getan werden kann», sagte Brown am Rande des Labour-Parteitags in Bournemouth.

Die Demonstranten - unter ihnen viele buddhistische Mönche - fordern mehr Demokratie in dem südostasiatischen Land, das seit 1962 vom Militär regiert wird.

Unterdessen demonstrierten auch in der Hafenstadt Sittwe rund 15'000 Menschen gegen die Militärregierung. Angeführt von Mönchen zogen die Demonstranten durch die 560 Kilometer westlich von Rangun gelegene Stadt, berichteten Augenzeugen. Polizisten säumten die Strassen, über Übergriffe wurde zunächst nichts bekannt.

(reuters/sda/buet)