International
Deutsche Bahn steuert auf neuen Streik zu
Lokführergewerkschaft weist Angebot zurück
Der Lohnstreit zwischen der Deutschen Bahn (DB) und der Lokführergewerkschaft GDL geht in die nächste Runde. GDL lehnte ein neues Angebot der Bahn ab, für Überstunden 2,5 Prozent mehr Lohn zu zahlen.
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Die Wochenarbeitszeit für Lokführer von 39 Stunden hätte demnach um ein oder zwei Stunden verlängert und entsprechend besser entlöhnt werden können. Dieses Angebot hätte die bereits mit den beiden anderen Gewerkschaften Transnet und GDBA abgeschlossene 4,5-prozentige Lohnerhöhung ergänzt.
Die DB stellte jedoch erneut klar, dass die Bahn zu einem eigenen Tarifvertrag für die Lokführer nicht bereit sei. Darauf besteht die GDL jedoch nach wie vor. «Bleibt die DB bei ihrer sturen Haltung, so sind Streiks im Oktober unausweichlich.» Die vereinbarte Friedenspflicht läuft am Sonntag aus.
Die gemeinsamen Verhandlungen von GDL, Transnet und GDBA mit der Bahn waren vergangene Woche geplatzt. Die mit Transnet und GDBA gefundene Lösung von einer 4,5-prozentigen Lohnerhöhung kostet die Bahn nach eigenen Angaben etwa 100 Millionen Euro.
Um dies zu finanzieren und die Inflation auszugleichen, erhöht die DB ab dem 9. Dezember die Preise.
Billette für die zweite Klasse sollen demnach künftig durchschnittlich 2,9 Prozent mehr kosten, kündigte der Konzern an. In der 1. Klasse fällt der Anstieg noch etwas stärker aus. Der Preis der BahnCards erhöhe sich um 3,8 Prozent, auch Reservierungen würden teurer.
Zuletzt hatte die Bahn die Preise Anfang des Jahres angehoben. Die Preiserhöhung soll Mehreinnahmen von etwa 60 Millionen Euro bringen.
(sda/wenn)
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