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Calmy-Rey beruhigt in Affäre Roschacher

Montag, 24. September 2007, 17:09 Uhr, Aktualisiert 26.09.2007, 0:02 Uhr

«Kollegialitätsprinzip nie verletzt»

Laut Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey wurde das Kollegialitätsprinzip in der Affäre Blocher-Roschacher nie verletzt. Das Kollegialitätsprinzip werde aber am besten gewahrt, wenn sich die Mitglieder des Bundesrates aus dem Wahlkampf heraushalten. Dies sagte Calmy-Rey in der Fragestunde des Nationalrates.

Porträt von Bundespräsident Calmy-Rey.
Micheline Calmy-Rey wollte Couchepins Faschismus-Vergleich nicht kritisieren. (reuters)

Befragt wurde sie auch zur Ernennung eines aussenstehenden Rechtsberaters des Bundesrates in der Person des Zürcher Staatsrechtlers Georg Müller und zu einer Aussage von Bundesrat Pascal Couchepin, dass ihn der Wahlkampf der SVP an den italienischen Faschismus erinnere.

Der Entscheid, einen unabhängigen Rechtskonsulenten zur Beurteilung des Berichts der nationalrätlichen Geschäftsprüfungskommisson (GPK) beizuziehen, sei im Konsens gefallen, sagte Calmy-Rey.

In seinem Interview mit dem Tessiner Radio RSI habe Couchepin keine Parallele mit einem Mitglied der Landesregierung gezogen, sagte Calmy-Rey. Couchepin habe nur gesagt, das derzeitige politische Klima erinnere ihn an die 1930-er Jahre und den Personenkult um den Duce Benito Mussolini.

(sda/wenn)