Wirtschaft
Deutsche Lokführer drohen erneut mit Streik
Bahngewerkschaften gehen getrennte Wege
Nach dem Scheitern der Einigungsbemühungen im Tarifstreit bei der Bahn hat die Lokführergewerkschaft GDL mit neuen Streiks gedroht. Die GDL werde nicht direkt nach dem Ende der Friedenspflicht am 1. Oktober streiken, aber «sehr schnell reagieren».
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Wenn die Bahn nicht umgehend wieder an den Verhandlungstisch zurückkehre, seien neue Streiks «unvermeidlich», sagte Gewerkschaftsführer Manfred Schell am Wochenende. Die Aussicht auf eine Einigung schätzte Schell pessimistisch ein, wie er der «Berliner Zeitung» vom Wochenende sagte.
Die Spitze der Lokführergewerkschaft GDL gehe einen Sonderweg, «der schädlich für das ganze System und die Beschäftigten ist», sagte Hansen. «Es kann nicht sein, dass eine Gruppe exorbitant mehr bekommt, was andere dann bezahlen müssten, indem sie weniger verdienen», fügte er hinzu.
Die beiden grossen Bahngewerkschaften Transnet und GDBA und die kleine Lokführergewerkschaft GDL hatten sich nicht auf eine gemeinsame Linie für die Tarifverhandlungen mit der Bahn verständigen können. Deshalb kündigten sie ihre Ende August unter Vermittlung der beiden ehemaligen CDU-Politiker Kurt Biedenkopf und Heiner Geissler vereinbarte Zusammenarbeit am Donnerstag auf.
(sda)
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