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Heftiger Streit unter Weinbauern

Sonntag, 16. September 2007, 9:37 Uhr, Aktualisiert 09:45 Uhr

Walliser fühlen sich im Verband übergangen

Der Streit zwischen den Walliser Weinbauern und den anderen Schweizer Weinregionen legt nun auch den Branchenverband Wein lahm. Die Delegierten haben beschlossen, die Dachorganisation der Schweizer Weinwirtschaft vorerst «auf Eis» zu legen.

Ein Weinbauer hat eine Rebe abgeschnitten, die er in der Hand hält. Im Hintergrund ein See.
Die ertragreiche Zeit der Weinernte wird in diesem Jahr vom heftigen Streit im Winzerverband überschattet. (keystone)

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Der Entscheid wurde bereits am 22. August gefällt, wie es in der neuesten Ausgabe der Schweizerischen Weinzeitung heisst.

Die Gründe dafür hängen zusammen mit dem Konkurs der Weinvermarktungsstelle Swiss Wine Communication im Jahr 2005 und dem Streit zwischen den Walliser Winzern und den anderen Schweizer Weinregionen. Das Wallis, die grösste Weinbauregion der Schweiz, fühlt sich nämlich auf nationaler Ebene regelmässig übergangen, wie Jacques-Alphonse Orsat, der Präsident des Branchenverbands der Walliser Weinwirtschaft (IVV), betont.

Der IVV eröffnete deshalb dem gesamtschweizerischen Verband kürzlich, nur unter gewissen Bedingungen auf Forderungen in der Höhe von rund 177'000 Franken aus dem Konkurs der Swiss Wine Communication zu verzichten. Alle anderen Weinbauregionen haben bedingungslos auf ihre Forderungen verzichtet.

Unter anderem verlangt der IVV, dass seine Position im Branchenverband gestärkt wird. Zudem müsse der Verband seine Aktivitäten auf die «Verteidigung der Branche» und auf die Verbindungen zwischen Weinwirtschaft und politischen Instanzen beschränken. Die Promotion solle an Swiss Wine Promotion delegiert werden.

Für Monique Perrottet Richard vom Schweizer Branchenverband rütteln aber solche Forderungen an den Statuten des Branchenverbands. Zudem sei es die Rolle des Verbands, die Interessen der gesamten Weinwirtschaft zu vertreten und nicht jene einer bestimmten Region - auch wenn es die grösste sei.

Die Delegierten des Schweizer Branchenverbands Wein beschlossen deshalb, die Dachorganisation auf Eis zu legen. Der Verband soll erst dann wieder aktiv werden, wenn die rechtlichen und finanziellen Probleme gelöst sind.

Wegen des Streits hatten die Walliser Winzer vor einigen Wochen bereits ihren Austritt aus dem Schweizer Weinbauernverband bekannt gegeben. Der Wegfall der Mitgliederbeiträge stellt den Verband auch vor finanzielle Probleme.

(sda/halp)