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Aus für die Porta Alpina

Donnerstag, 13. September 2007, 12:20 Uhr, Aktualisiert 14.09.2007, 2:44 Uhr

Vision mit zu hohem Risiko

Die Risiken des 50-Millionen-Projekts Porta Alpina sind zu gross. Die Bündner Regierung verzichtet auf den Bau des unterirdischen Bahnhofs im Neat-Basistunnel bei Sedrun, wie Regierungsrat Stefan Engler bekannt gab.

Arbeiter begutachten das Gestein nach der ersten Sprengung für die Porta Alpina unter Sedrun.
Graubünden verzichtet auf die Realisierung der Porta-Alpina. (keystone)

Die technischen, betrieblichen und insbesondere finanziellen Risiken des Projekts sind ohne gesicherte Beteiligung des Bundes und klare Zusagen der SBB nicht verkraftbar. Zu diesem Schluss kommt die Trägerschaft, in welcher der Kanton Graubünden, die Region Surselva und die Gemeinde Tujetsch vertreten sind.

Einen ersten schweren Rückschlag hatte das Projekt eines Bahnhofs im Gotthard-Basistunnel der Neat 800 Meter unterhalb von Sedrun im Mai erlitten. Zur Enttäuschung der Bündner beschloss der Bundesrat, den Entscheid über die Hauptinvestitionen auf das Jahr 2012 zu verschieben.

Dadurch ist es laut der Bündner Regierung nicht mehr möglich, die Porta Alpina gleichzeitig mit der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels in Betrieb zu nehmen. Eine wichtige Rolle spielte die SBB, deren Spitzen der Porta Alpina immer skeptisch gegenüberstanden.

In einem seit letzter Woche vorliegenden Bericht kommt die SBB zum Schluss, dass ein miminales Angebotskonzept der Porta Alpina ohne Betriebseinschränkung des Gotthard-Basistunnels nicht wirtschaftlich sein kann. Zudem verlangt die SBB, dass ihr die Kosten für Zusatzzüge von rund neun Millionen Franken pro Jahr abgegolten werden.

Von den 50 Millionen Franken für die Porta Alpina wurden rund 15 bereits in Wartehallen investiert. Dieses Geld ist laut dem Bündner Baudepartement nicht verloren. Wenn Erfahrungen mit dem Betrieb des Gotthard-Basistunnels gesammelt seien, könne eine nächste Generation die Vision Porta Alpina wieder aufleben lassen.

(sda/sidd)