Inhalt

Mehr Geld für Milch

Dienstag, 14. August 2007, 21:25 Uhr, Aktualisiert 15.08.2007, 0:12 Uhr

Verhandlugen mit Molkereien und Detailisten

Der Vorstand der Schweizer Milchproduzenten (SMP) fordert per 1. September 2007 einen Preisanstieg um mindestens 2 Rappen auf ein Niveau von mindestens 70 Rappen pro Kilogramm Milch ab Hof.

Produzent in Graubünden füllt Milch ab.
Milchbauern fordern Preisanstieg von insgesamt 10 Prozent pro Kilo Milch. (keystone)

Mehr zum Thema

Artikel bewerten

  • Durchschnittliche Bewertung: 0
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

Artikel teilen

Per 1. Januar 2008 verlangt der SMP eine zusätzliche Erhöhung um mindestens 5 Rappen pro Kilogramm Milch.

Insgesamt soll der Milchpreis demnach um zehn Prozent oder sieben Rappen pro Kilogramm Milch steigen.

Sofern dieser Produzentenmilchpreisanstieg auf die Konsumentenpreise übertragen werde, ergebe sich eine Mehrbelastung für die Konsumentinnen und Konsumenten von 2.25 Franken pro Monat, heisst es in einem SMP-Communiqué.

Analog dem Vorgehen in Deutschland seien Präsidium und Direktion der SMP beauftragt worden, sofort zusammen mit den Verarbeitern, «konstruktive aber bestimmte» Verhandlungen mit dem Detailhandel aufzunehmen. Die Marktpartner der Milchproduzenten (Verarbeiter, Migros, Coop) seien über die Beschlüsse direkt orientiert worden.

In der EU werde bis Ende Jahr ein Produzentenmilchpreisanstieg von bis zu 20 Prozent oder Eurocents erwartet, schreiben die SMP.

Aufgrund der Liberalisierungsschritte zwischen der Schweiz und der EU im Milchbereich beeinflusse der Preisanstieg für Milch und Milchprodukte in der EU auch den Schweizer Milchmarkt.

(ap/sda/kons)