International
Morde unter Roten Khmer werden untersucht
Tribunal vernimmt ersten Verdächtigen
In Kambodscha hat das internationale Gericht seine Arbeit zur Aufarbeitung der Millionen Morde unter dem Roten-Khmer-Regime aufgenommen.
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Als erster Angeklagter sagte der frühere Chef des berüchtigten Verhörzentrums von Phnom Pen vor den Richtern aus. Der seit 1999 inhaftierte Duch hat zahlreiche Verbrechen gestanden.
Während der Herrschaft der kommunistischen Roten Khmer wurden von 1975 bis 1979 etwa 1,7 Millionen Menschen umgebracht. In dem von Duch geleiteten Gefängnis wurden mindestens 14'000 mutmassliche Gegner von Revolutionsführer Pol Pot gefoltert.
Fast alle Häftlinge wurden nach den erzwungenen Geständnissen, Spione der USA gewesen zu sein, auf einem Feld ausserhalb der Hauptstadt zu Tode geprügelt.
Der auch als Kang Kek Ieu bekannte Duch wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit von den Richtern vernommen. Neben Duch sind vier andere namentlich nicht bekannte ehemalige Spitzenfunktionäre angeklagt worden. Unter ihnen dürften Pol Pot Stellvertreter Nuon Chea, Ex-Präsident Khieu Sampan und der frühere Aussenminister Ieng Sary sein.
Der Rote-Khmer-Führer Pol Pot starb 1998, sein Militärchef Ta Mok im vergangenen Jahr. Weitere hohe Mitarbeiter des Regimes leben jedoch bis heute unbehelligt in Kambodscha.
(sda/reuters/sch23)
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