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Bienensterben weniger dramatisch

Montag, 30. Juli 2007, 10:48 Uhr, Aktualisiert 31.07.2007, 9:58 Uhr

Ursachen noch immer unklar

Das Bienensterben in der Schweiz ist 2007 weniger dramatisch ausgefallen als zunächst befürchtet. Die Totalverluste sind dieses Jahr nur leicht überdurchschnittlich, wie eine noch unveröffentlichte Umfrage des Verbandes Deutschschweizer und rätoromanischer Bienenfreunde (VDRB) zeigt.

Eine Biene sitzt auf einer Blüte.
Die Wissenschaft steckt bei der Suche nach Ursachen des Bienensterbens noch in den Anfängen. (keystone)

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Wissenschafter geben aber keine Entwarnung und suchen weiter nach den Ursachen. Nach den Verlusten in den Jahren 2003 und 2006 waren auch für 2007 wieder grössere Ausfälle befürchtet worden.

Um das genaue Ausmass festzustellen, startete der Imkerverband dieses Jahr eine Umfrage unter den rund 13'000 Mitgliedern.

Das Resultat: «Es war nicht so schlimm, wie es ausgesehen hat. Wir hatten im letzten Winter in der Schweiz leicht überdurchschnittliche Verluste», erklärte VDRB-Präsident Richard Wyss. Diese Verluste seien aber örtlich beschränkt und nie so schlimm gewesen wie beispielsweise in Amerika.

Von den eingegangenen 606 Fragebögen habe eine tiefe zweistellige Anzahl Totalverluste gemeldet, erklärte Wyss. Die Umfrage soll in den nächsten Jahren wiederholt werden.

Die Diskussion über die Ursachen des Bienensterbens ist derweil in vollem Gang: Die Theorien reichen von Handy-Strahlung bis zu Pestiziden. Diesen Spekulationen treten die Forscher entgegen: «Einige der potenziellen Faktoren wie Klima, Pestizide, landwirtschaftliche Kulturen, Futter und Tracht können mit grosser Sicherheit als Hauptursache ausgeschlossen werden», heisst es beim Zentrum für Bienenforschung.

Am Zentrum für Bienenforschung geht man nach heutigem Wissensstand von einer Kombination mehrerer Faktoren aus: Von Krankheiten und Schädlingen, wie etwa der Varroa, und von einer Kombination der beiden Ursachen. Auch Stress, wie zum Beispiel ein ungeeignetes Nahrungsangebot oder anderen Umweltfaktoren, kommt in Frage.

(ap/bers)