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Nach dem Kiffen in die Psychiatrie

Montag, 23. Juli 2007, 16:10 Uhr

Erhöhtes Schizophrenie-Risiko bei Cannabiskonsum

Cannabis-Konsum erhöht das Risiko für Schizophrenien und andere Psychosen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Forschern der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich.

Junger Mann steckt sich umringt von Passanten einen Joint an. Qualm weht im ins Gesicht.
Laut der Zürcher Studie benebelt der Konsum von Cannabis nicht nur die Sinne, sondern schädigt auch die Psyche. (reuters)

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«Aus präventiver Sicht erscheint Cannabis weniger harmlos als gemeinhin angenommen», werden die Forscher in einer Mitteilung der Universität Zürich zitiert. Die Rolle von Cannabis als Risikofaktor für psychische Krankheiten müsste neu eingeschätzt werden.

Menschen, die aufgrund einer familiären Belastung anfällig für psychische Krankheiten sind, sollten auf Cannabis verzichten, empfehlen die Forscher. Ihre Studie ist in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift «Schizophrenia Research» publiziert.

Statistisch untersucht wurden Ersteintritte in die psychiatrischen Einrichtungen des Kantons Zürich. Berücksichtigt wurden Daten, die bis in die 1970er Jahre zurückreichen.

Das Forschungsteam stellte bei jungen Männern eine auffällige Zunahme der Erkrankungsrate im Verlaufe der 1990er-Jahre fest. Bei den 15- bis 19-Jährigen verdreifachte sie sich, bei den 20- bis 24Jährigen verdoppelte sie sich innert kürzester Zeit.

In diesem Jahrzehnt stieg auch der Konsum weicher Drogen stark an. Junge Männer konsumieren zudem am häufigsten und die grössten Mengen Cannabis. Auch weisen sie am häufigsten einen Mischkonsum auf.

(ap/sda/kers)