Schweiz
Zurückhaltung mit Kommentaren zu Unfällen
Bergführerverband appelliert an Mitglieder
Bergführer sollen sich öffentlich nur zurückhaltend über das Bergunglück an der Jungfrau äussern. Darum bat der Schweizerische Bergführerverband (SBV), nachdem Spekulationen über den Unfallhergang tagelang die Zeitungsspalten gefüllt hatten.
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Er habe niemandem einen Maulkorb angelegt, sagte SBV-Präsident Georg Flepp in einem Interview mit der «Berner Zeitung». Im Anhang eines an die Mitglieder versandten Mails bitte der Verband aber darum, «in jedem Fall auf voreilige Schuldzuweisungen und Vorverurteilungen zu verzichten».
Die Bitte ist in einer auf der SBV-Homepage veröffentlichten Stichwortliste nachzulesen, die Flepp während der Medienkonferenz nach der Trauerfeier vom Dienstag verwendet hatte und: «Ganz grundsätzlich gilt bei den Bergführern, dass sie sich zurückhalten mit Kommentaren zu Unfällen, bei denen sie nicht vor Ort waren.»
Den betroffenen Bergführern beim Unglück an der Jungfrau habe man von öffentlichen Äusserungen abgeraten, sagte Flepp im Zeitungsinterview. «Sie würden sich damit nur schaden.»
(sda/bers)
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