Inhalt

Wetterdaten sollen Jungfraudrama klären

Freitag, 20. Juli 2007, 11:59 Uhr, Aktualisiert 14:29 Uhr

Militär beauftragt Schnee- und Lawinenforschungsinstitut

Bis Ende nächster Woche hat die Militärjustiz den Fragekatalog zum Bergunglück an der Jungfrau voraussichtlich zusammengestellt. Das Schnee- und Lawinenforschungsinstitut (SLF) in Davos soll den wahrscheinlichsten Unfallhergang finden.

Das SLF-Gebäude vor verschneiter Landschaft.
Der Bericht des SLF zum Bergunglück soll in drei bis vier Wochen vorliegen. (keystone)

Der Bericht des SLF wird über die Umweltverhältnisse zum Zeitpunkt des Unglücks Auskunft geben und die angemessene Route unter diesen Umständen aufzeigen. Dabei berufe sich das SLF auf Daten, die schon wenige Stunden nach dem Unglück gesammelt wurden, sagte Martin Immenhauser, Sprecher der Militärjustiz.

Das SLF benötigt voraussichtlich drei bis vier Wochen für den Bericht. Der militärische Untersuchungsrichter erstellt den Fragekatalog aufgrund der gesammelten Informationen. Dazu gehören etwa die Schnee- und Wetterdaten des SLF und Zeugenaussagen, die zum Teil in der nächsten Woche zum zweiten Mal befragt werden.

Wenn das Gutachten vorliege, könnten weitere Zeugen für eine Einvernahme bestimmt werden, sagte Immenhauser.

(sda/bers)