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Neue Theorie im Jungfrau-Drama

Montag, 16. Juli 2007, 9:40 Uhr, Aktualisiert 17.07.2007, 8:27 Uhr

Absturz erst nach Lawinen-Niedergang?

Das Drama an der Jungfrau mit sechs toten Soldaten ist nach Darstellung der Militärjustiz möglicherweise nicht auf den Niedergang eines Schneebretts zurückzuführen.

Panoramaansicht der Jungfrau.
Das Schneebrett an der Jungfrau ging vermutlich vor der Tragödie nieder. (reuters)

Die bisherigen Zeugenaussagen wiesen darauf hin, dass das Schneebrett am vergangenen Donnerstagmorgen vor dem Unfall niedergegangen sei, sagte Martin Immenhauser, Sprecher der Militärjustiz.

Gemäss diesen Zeugenaussagen sei erst nach dem Abgang des Schneebretts ein Mitglied einer der beiden Dreierseilschaften ins Rutschen gekommen und habe den Unfall ausgelöst. Damit bestünde kein kausaler Zusammenhang zwischen dem Schneebrett und dem tragischen Unfall. Diese These werde auch durch den Umstand unterstützt, dass drei Eispickel nach dem Unfall im Firn stecken geblieben seien.

Immenhauser betonte, es handle sich hier nicht um ein abschliessendes Ergebnis der Untersuchung, sondern um das Bild auf Grund der bisherigen Zeugenaussagen. Nach wie vor bestehe kein begründeter Verdacht auf ein Fehlverhalten, sagte der Sprecher. Damit sei aber auch nicht ausgeschlossen, dass jemand für den Unfall verantwortlich sei.

(ap/kers)