Schweiz
Milch wird teurer
Anstieg des EU-Milchpreises bis zu einem Fünftel
Spitzenvertreter der Milchproduzenten-Organisationen der Schweiz, Deutschlands und Österreichs haben an einem erstmaligen Gipfeltreffen in Bern drei Erklärungen verabschiedet.
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Unter anderem unterstützten dabei die Schweizer Milchproduzenten (SMP) eine harte Haltung der EU-Milchproduzenten bei den WTO-II-Verhandlungen, um den Produktionsstandort Europa zu verteidigen, wie der Branchenverband SMP mitteilte.
Vereint wehre man sich auch gegen die Marginalisierung von Milch und Milchprodukten, sagte SMP-Präsident Peter Gfeller. «Wir akzeptieren nicht, dass unsere wertvollen Produkte als Kampfartikel missbraucht werden im Streit um die Preisführerschaft und hohe Besucherfrequenzen im Detailhandel», wurde er zitiert.
Angesichts starken Nachfragewachstums bei knappem Angebot werde bis Ende Jahr ein Anstieg des EU-Milchpreises von gegen einem Fünftel erwartet. Dies müsse auch den schweizerischen Milchpreis beeinflussen.
Einig waren sich die Teilnehmer gemäss Mitteilung, dass nach dem Ausstieg aus der Milchkontingentierung Milchmenge und Milchpreis auf nationaler Ebene koordiniert werden müssten. Ein Milch-Pooling sei zwingend, um Rentenverluste an die nachgelagerten Stufen zu verhindern.
Verhandlungen müssten künftig auf gleicher Augenhöhe geführt werden können. Beim Erarbeiten der nötigen Strategien sei die Schweiz besonders gefordert, wo der definitive Quotenausstieg unmittelbar bevorstehe.
Der nun aufgenommene Informationsaustausch soll an der Grünen Woche 2008 in Berlin weitergeführt werden. Neben Gfeller nahmen an dem Treffen auch der Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes, Udo Folgart, und der Vorsitzende des Ausschusses für Milchwirtschaft in der Landwirtschaftskammer Österreich, Josef Moosbrugger, teil.
(ap/godc)
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