International
Unwetter in Südostasien und Australien
Todesopfer in China, Bangladesch und Australien
Bei seit Tagen andauernden Unwettern mit ungewöhnlich heftigen Niederschlägen sind in Südchina, Bangladesch und Australien insgesamt mindestens 166 Menschen ums Leben gekommen. Zahlreiche Menschen wurden verletzt.
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In den chinesischen Provinzen Kanton, Guangxi, Guizhou, Hunan, Fujian und Jiangxi verloren fast 600'000 Menschen bei Überschwemmungen und Erdrutschen ihr Obdach, wie das Hauptquartier der Rettungskräfte mitteilte. Es kamen mindestens 66 Menschen ums Leben. Zwölf wurden verletzt.
Wasser und Schlamm zerstörten fast 50'000 Häuser in den sechs Provinzen. Meteorologen sagten für die nächsten Tage weitere starke Regenfälle voraus.
In Teilen der Provinz Kanton waren es die schwersten Niederschläge seit 50 Jahren. Dort standen viele Strassen noch einen Meter hoch unter Wasser.
In den letzten Wochen sind in China bereits mehr als 200 Menschen bei Unwettern ums Leben gekommen. Die starken Regenfälle werden von Experten zumindest zum Teil auf den Klimawandel zurück geführt.
Bei Erdrutschen in Bangladesch sind mindestens 91 Menschen ums Leben gekommen. Am schwersten betroffen war eine Elendssiedlung am Rande der Hafenstadt Chittagong. Dort zogen die Retter nach Angaben der Behörden mindestens 35 Tote aus den Erdmassen.
Nach heftigem Monsunregen waren Teile eines Hügels auf die Siedlung gestürzt und hatten Dutzende von Bambus- und Strohhütten unter sich begraben. Zahlreiche Menschen wurden verletzt.
Auch in anderen Teilen Chittagongs rissen die schweren Regenfälle Erdmassen zu Tal. In mehreren Armenvierteln waren Tote zu beklagen. Die Überschwemmungen behinderten die Rettungsarbeiten. In einem wohlhabenden Stadtteil waren rund 100 Anwohner in ihren Häusern eingeschlossen. Viele Schulen und Betriebe in der Vier-Millionen-Stadt blieben geschlossen. Auch die Hafenbehörden stellten den Betrieb ein.
Auch in Australien sind nach den schweren Stürmen an der Ostküste Australiens mehrere Ortschaften von Überschwemmungen bedroht. Tausende Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Neun Menschen kamen ums Leben, darunter eine fünfköpfige Familie.
Die Eltern mit ihren drei Kindern waren im Südosten Australiens mit ihrem Fahrzeug unterwegs, als die Strasse unter ihnen in den Fluten wegbrach. Die Familie wurde in einen durch die Wassermassen angeschwollenen Bach geschwemmt und kam dabei ums Leben.
Der Ministerpräsident des Bundesstaats New South Wales, Morris Lemma, äusserte sich schockiert über das Ausmass der Zerstörung. «Die Wassermassen sind einfach unglaublich. Es sieht aus, als sei das ganze Tal überschwemmt», sagte er nach einem Flug über das Gebiet.
Nach Schätzungen von Lemma verursachte das Unwetter Schäden in mehrfacher Millionenhöhe. Es war der schwerste Sturm seit 30 Jahren auf dem australischen Kontinent.
(sda/widb)
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