International
Rüstungsausgaben auf Rekordhöhen
USA für 42 % verantwortlich
Der von den USA ausgerufene «Krieg gegen den Terror» hat die weltweiten Rüstungsausgaben auf neue Rekordhöhen getrieben. Das teilte das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri mit.
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Im letzten Jahr wurden demnach 1204 Milliarden Dollar (1488 Mrd. Franken) und damit pro Kopf der Weltbevölkerung 182 Dollar (225 Franken) für militärische Zwecke ausgegeben. Das waren 3,5 Prozent mehr als 2005. In den letzten zehn Jahren sind die Rüstungsausgaben weltweit um 37 Prozent gestiegen. Die USA gaben im vergangenen Jahr 528,7 Mrd. Dollar (653,3 Mrd. Franken) für militärische Zwecke aus und sind damit allein für 42 Prozent der weltweiten Rüstungsausgaben verantwortlich.
Beim internationalen Waffenhandel ermittelte SIPRI in seinem neuen Jahrbuch über Rüstung und Abrüstung einen Anstieg um 50 Prozent seit 2002. Die beiden mit Abstand grössten Exporteure waren dabei erneut die USA und Russland.
Deutschland schob sich mit Rüstungsexporten von 9,2 Mrd. Dollar (11,4) zwischen 2002 und 2006 vom vierten auf den dritten Platz vor Frankreich.
China und Indien waren 2006 die wichtigsten Käufer von Rüstungsgütern und versorgten sich vor allem aus Russland.
Die Zahl der Kriege blieb im Vorjahr mit 17 gegenüber 2005 unverändert. Keiner dieser Kriege wurde zwischen Staaten geführt. Eine SIPRI-Expertin sagte dazu: «Während die meisten Formen bewaffneter politischer Gewalt zu Beginn des 21. Jahrhunderts entweder ganz verschwinden oder sich stabilisieren, ist der Terrorismus eindeutig im Aufwind.»
Den heute eher «transnationalen» Charakter von Kriegen würden vor allem die Auseinandersetzungen in Afghanistan, Nahost und Somalia «überdeutlich demonstrieren», hiess es aus Stockholm.
(sda/widb)
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