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Der biometrische Pass wird Pflicht

Freitag, 8. Juni 2007, 17:08 Uhr

Schengen fordert höhere Datenschutzstandards

Der neue biometrische Schweizer Pass mit Gesichtsbild und Fingerabdrücken soll 2009 definitiv eingeführt werden.

Der biometrische Pass kommt
Der jetzige Pass ist bald wieder alt (keystone)

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Die meisten Schweizerinnen und Schweizer besitzen den «Pass 03». Dieser ermöglicht das Reisen weltweit; in die USA freilich nur dann, wenn er vor dem 26. Oktober 2006 ausgestellt wurde. Wer mit einem später ausgestellten Pass in die Vereinigten Staaten reisen will, braucht ein Visum. Visumsfreies Einreisen ist ansonsten nur möglich mit dem biometrischen Schweizer Pass 06.

Jetzt muss die Schweiz mit einem «Pass 09» einen Schritt weiter gehen, da im ganzen Schengen-Raum ein biometrischer Ausweis vorgeschrieben ist, welcher Gesichtsbild und zwei Fingerabdrücke enthält. Schliesst sich die Schweiz Mitte 2007 dem Schengener System an, hat sie noch zwei Jahre Zeit, die neuen Papiere einzuführen.

Mittels eines elektronischen Zertifikats wird die Schweiz gezielt steuern, welchen Stellen und Ländern sie den Zugriff auf die im Ausweis gespeicherten Fingerabdrücke gewähren will. Damit wende die Schweiz die höchsten Standards in Sachen Datenschutz an, wird seitens Bundesbehörden betont. Wie die übrigen Daten aus dem «Pass 09» werden die Fingerabdrücke im Informationssystem Ausweisschriften (ISA) hinterlegt, das Missbräuche verhindern soll. Die Abfrage von Daten zur Fahndung und Ermittlung bleibt hingegen verboten.

Den Preis des Passes will der Bundesrat kostendeckend, aber möglichst tief halten. Der Bund rechnet bei jährlich 500'000 Pässen mit Kosten von rund 67 Franken pro Exemplar.

(sda / witr)