International
60 Milliarden für Kampf gegen Aids und Malaria
G8-Staaten beschliessen Hilfsprogramm für Afrika
Die G8-Staaten haben sich bei ihrem Gipfel in Heiligendamm auf ein Hilfsprogramm für Afrika in Höhe von 60 Mrd. Dollar geeinigt. Das Geld soll zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten wie Aids, Malaria und Tuberkulose verwendet werden.
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Die Hälfte der Summe werden die USA übernehmen. US-Präsident George W. Bush hatte letzte Woche 30 Milliarden Dollar für die Jahre 2009 bis 2013 für die Bekämpfung von Infektionskrankheiten zugesagt. Die andere Hälfte bringen die übrigen Staaten der G8 auf.
Das Programm war vor knapp zwei Wochen von US-Präsident George W. Bush in Grundzügen vorgeschlagen worden. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel will noch am Freitagvormittag den Beschluss in Heiligendamm nach dem Treffen der G8-Länder mit afrikanischen Staats- und Regierungschefs vorstellen.
Über das Programm hatte es bis zuletzt ein Tauziehen gegeben. Einige Länder wie Italien sollen dem Vernehmen nach lange gezögert haben, sich an dem Programm zu beteiligen.
In ihrer Erklärung zu Afrika unterstreichen die Staats- und Regierungschefs ferner ihre Verpflichtungen, die sie vor zwei Jahren auf dem Gipfel im schottischen Gleneagles eingegangen sind. Danach müssen die G8-Staaten bis 2015 0,7 Prozent des Nationaleinkommens für Entwicklungshilfe aufwenden.
Die Staats- und Regierungschefs der G8-Länder wollten sich am Vormittag mit ihren Kollegen aus Ägypten, Ghana, Algerien, Nigeria, Südafrika und Äthiopien treffen. Die Spitzen der wichtigsten Industrienationen streben eine weitere Vertiefung des Verhältnisses zu Afrika an.
(sda/hesa)
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