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International

Hunde sollen G-8-Gegner erschnüffeln

Dienstag, 22. Mai 2007, 15:01 Uhr

Polizei nimmt Geruchsproben

Die Polizei hat bei mehreren G-8-Gegnern Körpergeruchs-Proben genommen. «Das ist bei einzelnen Beschuldigten passiert», sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft. Mit Hilfe der Geruchsproben sollen besonders abgerichtete Hunde Tatverdächtige wiedererkennen.

Zwei Hunde der Rasse Malinois sehen aufmerksam nach links und werden von ihren Führern am Halsband festgehalten.
Besonders ausgebildete Hunde sollen mittels Geruchsproben Verdächtige wiedererkennen. (keystone)

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Bei wie vielen Personen Proben genommen wurden, teilte die Bundesanwaltschaft nicht mit.

Die Abnahme von Geruchsproben war bisher als Überwachungsmethode der ehemaligen DDR-Staatssicherheitsbehörde (Stasi) im Fall von Dissidenten bekannt.

Nach einem Bericht der «Hamburger Morgenpost» mussten allein in der Hansestadt zwei Verdächtige Proben abgeben. Das Vorgehen der Behörde sei «ein schwerer Eingriff in die Grundrechte», zitiert die Zeitung den Anwalt eines Betroffenen.

Laut Bericht wird die Probe mit einem langen Metallrohr abgenommen, das die Betroffenen drücken müssen.

Nach Angaben der Bundesanwaltschaft ist der Beweiswert der Geruchsproben ungeklärt. «Einen Beweiswert im klassischen Sinn haben sie nicht. Wir sind aber der Meinung, dass sie einen Indizwert hat und in eine Gesamtwürdigung eingestellt werden kann», sagte der Sprecher der Karlsruher Behörde.

Nach seinen Angaben ist die Polizei in Nordrhein-Westfalen führend bei der Abnahme von Geruchsproben.

Vor zwei Wochen hatte die Bundesanwaltschaft auf der Suche nach gewaltbereiten Globalisierungsgegnern 40 Objekte der linken Szene durchsuchen lassen. Gegen mehr als 20 mutmassliche Extremisten wurden Ermittlungsverfahren wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung eingeleitet. Schwerpunkt der Aktion war Hamburg.

(ap/bers)