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International

Bologna-Reform: Minister ziehen Zwischenbilanz

Freitag, 18. Mai 2007, 17:27 Uhr

Konzentration auf Grundpfeiler

Der Weg zu einem gemeinsamen europäischen Hochschulraum ist noch lang. Zu diesem Schluss kam die vierte Bologna-Folgekonferenz in London.

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Wie die Schweizer Delegation unter Leitung von Charles Kleiber, Staatssekretär für Bildung und Forschung, mitteilte, wollen sich die europäischen Bildungsministerinnen und -minister künftig auf die Grundpfeiler der Bologna-Deklaration konzentrieren.

Neben der vollständigen Einführung der dreistufigen Studienstruktur und der Sicherung der Qualität müsse die gegenseitige Anerkennung der Studienabschlüsse erreicht werden. Nur so könnten die Studierenden und Wissenschafter tatsächlich von der Vielfalt des europäischen Hochschulraumes profitieren.

Für die Periode bis zur nächsten Bologna-Konferenz, die im April 2009 im belgischen Leuven stattfinden soll, wurden deshalb keine neuen Massnahmen beschlossen. Hingegen bekräftigten die Delegierten aus 45 Ländern, sich für den Abbau sozialer Hindernisse der Mobilität von Studierenden und Wissenschaftern einzusetzen.

Zudem hielten sie an der Schaffung eines europäischen Verzeichnisses zertifizierter Qualitätssicherungsagenturen fest. In dieses soll dereinst auch das Organ für Akkreditierung und Qualitätssicherung der Schweizerischen Hochschulen (OAQ) Eingang finden.

Die Schweiz ist seit der Unterzeichnung der Bologna-Deklaration 1999 aktiv am Bologna-Prozess beteiligt. Er soll 2010 in die Schaffung eines europäischen Hochschulraumes münden.

In der Schweiz belegen seit dem Wintersemester 2006/2007 mehr als 60 Prozent der Studierenden die neuen gestuften Studiengänge, wie es im Communiqué des Staatssekretriates für Bildung und Forschung weiter heisst.

An der fünften Folgekonferenz wollen die Ministerinnen und Minister über die sozialen Auswirkungen des Bologna-Prozesses berichten. Auch die Berufsbefähigung der Hochschulabsolventinnen und -absolventen sowie der europäische Hochschulraum im globalen Kontext sollen an der Konferenz in zwei Jahren Thema sein.

(sda/koua)