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International

Sarkozy tritt Amt als Präsident an

Mittwoch, 16. Mai 2007, 1:51 Uhr, Aktualisiert 14:03 Uhr

Terrorgruppe droht nach Frankreich-Wahl mit Anschlägen

Zehn Tage nach seinem Wahlsieg übernimmt der Konservative Nicolas Sarkozy heute die französische Präsidentschaft. Unterdessen hat offenbar eine Al-Kaida-Gruppierung eine Terror-«Botschaft an das französische Volk» gesandt.

Frankreichs neuer Präsident Sarkozy hebt grinsend den rechten Arm, hinter ihm klatschende Anhänger.
Kaum im Élysée-Palast eingezogen, schon hat Frankreichs neuer Präsident Sarkozy eine Reise geplant. (keystone)

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Am Vormittag wird Sarkozy vom scheidenden Staatschef Jacques Chirac im Élysée-Palast empfangen.

Bei einem Gespräch unter vier Augen erhält Sarkozy unter anderem den Geheimcode für die Mobilisierung der Atomwaffen. Anschliessend steigt Chirac nach zwölf Jahren im höchsten Staatsamt ins Auto und verlässt das Machtzentrum.

Sarkozy tritt dann nach der feierlichen Amtsübernahme im Festsaal des Palastes auf die Terasse. Vom Invalidendom verkünden 21 Kanonenschüsse, dass die Amtszeit des neuen Präsidenten begonnen hat.

Als erste Amtshandlung wird Sarkozy am Grab des unbekannten Soldaten am Triumphbogen einen Kranz niederlegen. Noch am Abend führt ihn seine erste Auslandsreise zu Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Berlin.

Ein selbst ernannter europäischer Ableger von Al Kaida hat unterdessen mit einer blutigen Terrorkampagne in Paris nach der Wahl Nicolas Sarkozys zum französischen Präsidenten gedroht.

Die Gruppe Märtyrer-Brigaden von Abu Hafs al Masri veröffentlichte am Dienstag auf einer einschlägigen islamistischen Internetseite eine «Botschaft an das französische Volk». In den kommenden Tagen werde es zu einem «blutigen Kampf im Herzen von Sarkozys Hauptstadt» kommen.

Der neue Präsident wurde als zionistischer Kreuzzügler beschrieben, den es nach dem Blut der Kinder, Frauen und Alten dürste. Zudem sei er begierig, «die Mission seiner Herren im Weissen (Schwarzen) Haus» auszuführen, so die Erklärung.

Die Gruppe bezichtigte sich bereits der Anschläge in Madrid im März 2004 und in London im Juli 2005.

Zudem erklärte sie, hinter einem massiven Stromausfall in den USA gesteckt zu haben. Als dessen Ursache wurde indes eine einfache technische Panne identifiziert. Die Echtheit der jüngsten Erklärung konnte zunächst nicht bestätigt werden.

(ap/halp)