Schweiz
Berner Bahnhofsplatz besteht Hauptprobe
Sperrung und Umleitungen wegen Bauarbeiten
Der Berner Bahnhofplatz hat die erste Bewährungsprobe im Berufsverkehr bestanden. Stadtingenieur Hans-Peter Wyss sagte, der Auftakt der einjährigen Sperre sei «zufrieden stellend» angelaufen.
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Autofahrende und Fussgänger hätten grosse Disziplin an den Tag gelegt. Darauf sei man auch angewiesen. In der Intensivphase zwischen 6.30 und 8.30 Uhr habe man an kritischen Stellen zusätzliches Personal eingesetzt. So versuche man zu verhindern, dass das Verkehrssystem aus den Fugen gerät.
Eine solch neuralgische Stelle ist etwa der Bahnhofausgang im Westen («Welle von Bern»), wo nun wegen der Sperrung des Platzes mehr Leute unterwegs sind. Ungeduldige Fussgänger und Velofahrende missachten da schon mal ein Rotlicht, wie ein Augenschein ergab. «Äs isch de no Rot», ertönt da eine Stimme im Rücken.
«Wir haben noch Optimierungspotenzial», sagte Wyss, «das ist bei einer so grossen Übung normal». Auch bezüglich Information müsse man dran bleiben.
Bisher passierten an Werktagen rund 26'000 Fahrzeuge den Bahnhofplatz. Damit ist nun für ein Jahr lang Schluss. Für Autofahrende gelten Umleitungen; Fussgänger werden im und um den Bahnhof durch neue rote Tafeln zu den umplatzierten Haltestellen der Trams und Busse oder sonst über neue Wege geleitet.
Auf dem Platz selber sind nun die Baumaschinen voll im Einsatz. Am Sonntag gehörte der Platz für einmal der Bevölkerung beim Abschiedsfest für den Platz. Die Umgestaltung kostet insgesamt 80 Millionen Franken.
Rechtzeitig vor der Fussball-Europameisterschaft im Sommer 2008 soll der Platz samt der in die Sanierung einbezogenen Christoffelunterführung im Bahnhof wieder eröffnet werden. Optisch bestechen wird das 80 Meter lange Glasdach (Baldachin), das den Platz überspannen wird.
Der neue Platz verspricht mehr Raum für Fussgänger und Velofahrende. Pro Richtung wird eine Autofahrspur zu Gunsten von öffentlichem Verkehr und Velos gestrichen.
(sda/sidd)
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