Inhalt

Mietpreise steigen erneut in die Höhe

Dienstag, 24. April 2007, 16:27 Uhr, Aktualisiert 21:03 Uhr

Abschwächung in Sicht

Wohnen wird in der Schweiz auch in diesem Jahr teurer. Doch nachdem die Mieten in den vergangenen zehn Jahren um 20 Prozent gestiegen sind, ist nun zumindest ein Ende des Aufwärtstrends in Sicht.

Ein ältere Frau, ein Kleinkind und ein Hund befinden sich in einem Wohnzimmer.
Bei den Mieten wird 2007 der stärkste Preisanstieg aller Immobiliensegmente erwartet. (keystone)

Mehr zum Thema

Artikel bewerten

  • Durchschnittliche Bewertung: 0
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

Artikel teilen

Die gute Nachricht für Mieterinnen und Mieter zuerst: Laut dem «Immo-Monitoring» des Beratungsunternehmens Wüest & Partner schwächt sich die Erhöhung der Mieten bereits im laufenden Jahr ab. 2006 stiegen die Mieten im Schnitt um 3,1 Prozent. Für 2007 soll die Steigerung noch 2,1 Prozent betragen.

Und dies die schlechte Nachricht für das Volk von Mietern: Bei den Mieten ist 2007 der stärkste Preisanstieg aller Immobiliensegmente zu erwarten. Eigentumswohnungen dürften 2007 noch 1,3 Prozent zulegen und Einfamilienhäuser noch 0,9 Prozent.

Der Grund für diese Entwicklung liegt darin, dass in der Vergangenheit das Schwergewicht im Neubau bei den Eigenheimen lag. Allein 2006 wurden 17'000 Eigentumswohnungen gebaut. Der Mietwohnungsbau dagegen fiel eher bescheiden aus.

Gleichzeitig ist aber dank des positiven Wirtschaftsumfelds und des Zuzugs ausländischer Arbeitskräfte die Nachfrage nach Mietwohnungen gestiegen.

Allerdings lässt die Bautätigkeit insgesamt nach. Zwar dürften in der Schweiz auch 2007 noch einmal über 40 Mrd. Franken verbaut werden, doch zeigten die Vorlaufindikatoren, dass der Zenit überschritten werde. So zeige die Kurve der Baubewilligungen heute in allen Segmenten nach unten.

Seit 1998 kennen die Preise für Wohnen in der Schweiz nur eine Richtung: Nach oben. Den grössten Zuwachs verzeichneten die Eigentumswohungen mit gut 30 Prozent. Aber auch bei den Mietwohnungen und den Einfamilienhäusern waren die Anstiege mit fast 20 Prozent beträchtlich.

Etwas weniger stark sind die Preise in den vergangenen Jahren auf dem Geschäftsflächenmarkt in die Höhe geschossen. Bei den Büro- und Verkaufsflächen betrug die Zunahme zehn Prozent, bei den Gewerbeflächen acht Prozent.

Auch wenn die fast zehnjährige Immobilienhausse langsam aber sicher ihrem Ende entgegen gehe, müsse in der Schweiz kein Absturz der Immobilienpreise befürchtet werden, hiess es weiter.

Der Preisanstieg in den vergangenen Jahren sei zur Hauptsache auf das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage zurückzuführen gewesen und nicht auf Spekulationen. Inzwischen habe der Anstieg der Neubautätigkeit dafür gesorgt, dass die Wohnungssuchenden wieder über eine grössere Auswahl verfügten.

(sda/bers)