Vermischtes
Licht aus in Sydney
«Earth Hour» als Zeichen für den Klimaschutz
Die australische Metropole Sydney hat mit einer unkonventionellen Aktion auf ihren Beitrag zum Umweltschutz aufmerksam gemacht: Für eine Stunde wurde an zahlreichen Sehenswürdigkeiten das Licht ausgeschaltet.
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So musste das Jugend-Orchester im berühmten Opernhaus der Stadt im Dunkeln spielen. Restaurants nutzten die Gelegenheit, ihren Gästen das Abendessen bei Kerzenschein zu servieren, und rund um den Hafen gab es Strassenfeste.
Das normalerweise hell angestrahlte Opernhaus stand ebenso im Dunkeln wie die weltberühmte Hafenbrücke und die restliche Silhouette der australischen Metropole. Insgesamt hatten sich 53'000 Haushalte und 2000 Unternehmen in der Vier-Millionen-Stadt verpflichtet, an der Aktion teilzunehmen.
Lediglich eine Notbeleuchtung in den Strassen sowie die aus Sicherheitsgründen wichtigen Lichtquellen blieben an - etwa die Lichter im Hafen und die Orientierungsleuchten für den Flugverkehr. Einwohner nutzten die Dunkelheit unter anderem, um den Sternenhimmel zu beobachten. Mehr als 250 Menschen hatten sich zum Besuch der städtischen Sternwarte angemeldet.
Mit der Aktion sollten die Menschen auf die Bedeutung von Treibhausgasen für die Erderwärmung aufmerksam gemacht werden. Greg Bourne von der Umweltschutzgruppe WWF Australien, Organisator der Aktion, sagte, er hoffe, dass das Signal von Sydney nicht nur im ganzen Land, sondern in der ganzen Welt ankomme.
Ziel der Kampagne war die Reduzierung der Treibhausgase in Australien um jährlich fünf Prozent. Dies kann laut den Organisatoren erreicht werden, wenn etwa Computer, Kopierer und andere Geräte ausgeschaltet werden, anstatt im Stand-by-Betrieb weiter Energie zu verbrauchen.
Die Aktion soll zu einfachen Schritten einladen, mit denen jeder einen Beitrag zur Eindämmung der Treibhausgase leisten kann, wie Mitveranstalter Philip McLean erklärte. Der Klimaschutz ist in Australien zum wichtigen Wahlkampfthema geworden. Australien gehört wie die USA zu den Ländern, die sich aus wirtschaftlichen Gründen dem Klimaschutzprotokoll von Kyoto verweigern.
Der konservative Ministerpräsident John Howard hat erst kürzlich eingeräumt, dass die industrielle Lebensweise für die globale Erwärmung verantwortlich sei. Die nächste Parlamentswahl findet voraussichtlich Ende des Jahres statt, ein genauer Termin steht noch nicht fest.
(ap/sda/horm)
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