Vermischtes
Schülerinnen entlarven Vitamin-Lüge
Fruchtsafthersteller Ribena zu Geldbusse verurteilt
Wegen irreführender Werbung ist der britische Pharmariese und Ribena-Fruchstsafthersteller GlaxoSmithKline in Neuseeland zu einer Geldstrafe von 200'000 Franken verurteilt worden.
Zwei Schülerinnen hatten mit Tests die Reklame des Konzerns widerlegt, wonach in den «Johannisbeeren in Ribena vier Mal so viel Vitamin C wie in Orangen» sei. Was als gesunder Saft mit viel Vitaminen angepriesen wurde, entpuppte sich als schlichtes Zuckergetränk.
Die Neuseeländerinnen konnten in dem auf Sirup basierenden Getränk kaum eine Spur des Vitamins nachweisen. Ein herkömmlicher Orangensaft brachte es sogar auf die vierfache Vitamin-C-Dosis.
Neben der Geldstrafe wurde der Konzern zudem dazu verurteilt, Anzeigen in den wichtigsten Zeitungen des Landes zu schalten, um die Fehler zu korrigieren.
Vor Gericht räumten Vertreter des Unternehmens ein, dass die Werbung bei Konsumenten einen falschen Eindruck hinterlassen haben könnte. Das Unternehmen habe es nicht absichtlich darauf angelegt, Konsumenten in die Irre zu führen.
Dass das Aufdecken des Etikettenschwindels letztlich zur Verurteilung führt, überraschte die Klägerinnen. «Wir sind völlig überwältigt, dass sich etwas, das wir als Konsumenten begonnen haben, zu so etwas Riesigem entwickelt», sagte sie eine der Schülerinnen einem Radiosender.
(reuters/sch19)
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