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Wirtschaft

Bellevue Group macht hohen Gewinn

Donnerstag, 29. März 2007, 8:42 Uhr, Aktualisiert 16:08 Uhr

Kommissionserträge fast doppelt so hoch

Die Bellevue Group, entstanden aus der Fusion von Swissfirst und Bank am Bellevue, hat im fortgeführten Geschäft einen Gewinn von 61,8 Millionen Franken erzielt.

Das moderne Gebäude der Bellevue Group, im Vordergrund der See.
Mit der Bellevue Group geht es aufwärts: Ihr Gewinn ist höher als erwartet. (keystone)

Das sind 37,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Konzernergebnis vor Minderheiten verdoppelte sich von 59,7 Millionen auf 120 Millionen Franken. Die Dividende soll von 2 auf 5 Franken erhöht werden.

Die Gruppe hatte 2006 mehrfach negative Schlagzeilen geschrieben. Die Bankenaufsicht beurteilte die Abwicklung des Zusammenschlusses als unsauber. Nicht alle Aktionäre hätten den gleichen Informationsstand gehabt.

Der zurückgetretene Swissfirst-Chef Thomas Matter hat den Fall ans Bundesverwaltungsgericht gezogen.

Der Imageschaden war so gross, dass sich die Gruppe dazu gedrängt sah, den Namen Swissfirst aufzugeben und das Private Banking aufzugeben, das Vermögensverwaltungsgeschäft für Reiche.

Die Bellevue Group konzentriert sich künftig auf Asset Management, Brokerage und Corporate Finance. Die verwalteten Kundenvermögen sanken wegen des Verkaufs des Private Bankings per Ende 2006 auf 6,771 Milliarden Franken. Ein Jahr zuvor waren es noch 10,914 Milliarden Franken gewesen.

Der Gesamtertrag der Bellevue Group kletterte von 87,1 Millionen auf 151,0 Millionen Franken. Den wichtigsten Ertragspfeiler bilden die Kommissionserträge, die sich von 57,5 Millionen auf 106,8 Millionen Franken erhöhten. Die Gesamtkosten stiegen um 30,1 Prozent auf 31,4 Millionen Franken.

(sda/sutm)