International
Iran erlaubt Besuch bei gefangenen Soldaten
Britische Regierung appelliert an UNO
Der Iran erlaubt britischen Diplomaten, die 15 gefangen genommenen Soldaten zu sehen. Grossbritannien ruft dagegen den UNO-Sicherheitsrat zur Unterstützung auf.
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«Sie können sie treffen», wurde Irans Aussenminister Manutschehr Mottaki zitiert. Allerdings nannte er keinen Zeitpunkt. Gleichzeitig dämpfte er Hoffnungen, dass die einzige Frau unter den gefangenen britischen Soldaten, bald frei kommen könnte.
Diese Frage werde «so schnell wie möglich geklärt», sagte der iranische Aussenminister. Berichte, wonach die Soldatin schon am Donnerstag frei gelassen werde, seien falsch. «Da wurde ich vielleicht falsch zitiert», sagte Mottaki.
Die britische Regierung hat derweil einen Erklärungsentwurf erarbeitet, in dem sie den UNO-Sicherheitsrat um Unterstützung bittet. Dieser solle die Festnahme der britischen Soldaten offiziell missbilligen.
Grossbritannien weist Irans Behauptung zurück, dass ihre Marinesoldaten sich in Irans Hoheitsgewässern befunden hatte. Die Schiffe hätten sich mit einem Mandat des UNO-Rates in irakischen Gewässern aufgehalten.
Im britischen Entwurf zuhanden der UNO heisst es: «Die Mitglieder des Sicherheitsrats unterstützen die Forderungen nach einer unverzüglichen Freilassung dieses Personals der multinationalen Truppen».
Malaki betonte in Riad, für eine Lösung der Krise müsse Grossbritannien eingestehen, dass die Seeleute in iranischen Hoheitsgewässer eingedrungen seien. «Zuerst müssen sie eingestehen, dass sie einen Fehler gemacht haben. Aber unglücklicherweise haben die Briten ihren Fehler nicht eingeräumt.»
Grossbritannien legte unterdessen seine bilateralen Kontakte zu Teheran auf Eis. Lediglich die Verhandlungen über die Freilassung der 15 Soldaten gingen weiter, hiess es.
Der Iran zeigte im staatlichen Fernsehen ein Video mit den Soldaten. Die britische Regierung bezeichnete die Ausstrahlung als «völlig inakzeptabel».
(ap/fref)
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