Wirtschaft
Beschlagnahme bei PriceWaterhouseCoopers
PWC der Beihilfe zu Steuerhinterziehung verdächtigt
Die Moskauer Polizei hat Büroräume der Unternehmensberatung PriceWaterhouseCoopers (PWC) durchsucht. PWC wird vorgeworfen, dem früheren russischen Ölkonzern Yukos 2002 bei der Hinterziehung von Steuern geholfen zu haben.
Bei der Aktion habe das Innenministerium laut einem PWC-Mitarbeiter Akten beschlagnahmt, berichtete die Nachrichtenagentur Interfax am Freitag.
Die Steuerbehörde in Russland hatte PWC Ende 2006 vorgeworfen, 2002 zwei Versionen eines Berichts über Yukos angefertigt zu haben. In der Version für die Anteilseigner des Unternehmens seien die Konzernergebnisse bestätigt worden.
Im zweiten Bericht an den Vorstand sei über verschiedene Verstösse berichtet worden. Der Ölkonzern Yukos war von Michail Chodorkowski gegründet worden.
Der Unternehmer, der ehemals reichste Mann Russlands, fiel wegen seiner Kritik an der Regierung später in Ungnade. Nach dem Streit um angebliche Steuerhinterziehung war Yukos vor rund zwei Jahren faktisch zerschlagen und im März 2006 einem Konkursverwalter unterstellt worden. Beobachter vermuteten dahinter politische Gründe. Chodorkowski sitzt seit 2005 in einem Straflager in Sibirien nahe der chinesischen Grenze.
(sda/bosl)






