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Sollte sich das Klima weiter wandeln, könnten die italienischen Weine bald Konkurrenz aus Skandinavien erhalten. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der Universität Florenz in einer Studie.
Mit dem Anstieg der Durchschnittstemperaturen werde sich der Weinanbau geographisch nach Norden verschieben, erklärten die Agrarwissenschaftler.
Hauptproblem Wasser
Selbst wenn die Temperaturen in den kommenden Jahren nur um drei oder vier Grad Celsius anstiegen, wäre das ein Problem für die Weinbauern, meinen die Wissenschaftler in Florenz. Die Erde sei einfach nicht in der Lage, all die Wassermassen zu absorbieren.
In ihrer Studie untersuchten die Forscher berühmte Tropfen wie der Brunello di Montalcino, Chianti Classico, Barolo und Barbaresco. Sie fanden heraus, dass wärmere Bedingungen der Qualität der Weine zwar zugute kamen, der Regen jedoch in der Regel nichts Gutes bedeutete.
Sorgenfreie Weinbauern
Keine grossen Sorgen machen sich offenbar die Weinbauern in der Toskana. «Wir leben in einer Region mit einem gemässigten Klima und ich glaube nicht, dass sie unmittelbar bedroht ist», sagte ein Weinbauer in der Nähe von Siena.
Massnahmen, um den Klimawandel und seine negativen Auswirkungen auf die Landwirtschaft zu stoppen, forderte dagegen die italienische Bauernvereinigung Coldiretti.
Sie verwies auf eine deutliche geographische Verschiebung des Olivenanbaus in Italien, der inzwischen fast die Alpen erreicht habe. «Diese Prozesse stellen eine neue Herausforderung für die Agrarwirtschaft dar», hiess es.
Temperaturanstieg von 6,4 Grad
Der Weltklimarat hatte im vergangenen Monat einen deutlichen Temperaturanstieg bis 6,4 Grad sowie einen Anstieg des Meeresspiegels um bis zu 59 Zentimeter für das Jahr 2100 vorhergesagt.
(ap/walm)
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