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Gericht heizt Bücher-Verbrennern ein

Montag, 26. Februar 2007, 11:21 Uhr, Aktualisiert 11:24 Uhr

Grosse Empörung über Rechtsextremen-Akt

Acht Monate nach einer von Rechtsextremen inszenierten Bücherverbrennung im ostdeutschen Pretzien hat der Prozess gegen sieben Angeklagte begonnen. Auch der Bürgermeister geriet in die Kritik.

Portrait des deutsch-juedischen Maedchens Anne Frank, undatierte Aufnahme. Neben das Bild hat Anne Frank am 10. Oktober 1942 in Niederlaendisch geschrieben 'So wie auf diesem Foto wuenschte ich immer auszusehen.
Für die Verbrennung eines Anne-Frank-Tagebuchs drohen deutschen Rechtsextremen bis zu fünf Jahre Haft. (keystone)

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Den Angeklagten im Alter von 24 bis 29 Jahren wird vorgeworfen, am 24. Juni vergangenen Jahres bei einer so genannten Sonnenwendfeier ein Exemplar des Tagesbuchs der Anne Frank verbrannt zu haben.

Die sieben Männer müssen sich wegen Volksverhetzung und Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener verantworten.

Nach Ansicht der Anklage haben die Tatverdächtigen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft verherrlicht und die Verfolgung europäischer Juden durch das NS-Regime verharmlost.

Für den Prozess, der in den Räumen des Landgerichts Magdeburg verhandelt wird, sind zunächst acht Verhandlungstage bis Mitte März angesetzt.

Der Vorfall hatte in Deutschland und auch im Ausland grosse Empörung ausgelöst. Auch der Ortsvorstand des 900-Einwohner-Dorfes Pretzien im Bundesland Sachsen-Anhalt geriet heftig in die Kritik.

Dem Bürgermeister wurde vorgeworfen, dem Treiben tatenlos zugeschaut zu haben.

(sda/ap/from)