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Über 1000 Schadensmeldungen wegen Erdbeben

Freitag, 23. Februar 2007, 13:58 Uhr, Aktualisiert 14:33 Uhr

Schadensaufnahme erst in drei Monaten abgeschlossen

Nach den Erdbeben wegen des Erdwärme-Projekts in Basel sind bisher rund 250 von über 1500 Schadensmeldungen aufgenommen worden. Ob alle Schäden tatsächlich von den Erdstössen herrühren, steht noch nicht fest.

Bohrturm der Firma Geopower AG. Geothermie-Projekt.
Das Geothermie-Projekt in Basel löste im Dezember und Januar mehrere Erdstösse aus. (reuters)

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Schäden an tragenden Bauteilen von Gebäuden seien bei den bisher aufgenommenen Schadensmeldungen nicht festgestellt worden. Laut Geopower-Geschäftsführer Daniel Moll handle es sich vorwiegend um Risse in Putz, Tapeten oder Plättli. Eine Beurteilung durch die Versicherungsgesellschaft steht noch aus.

Die Geopower AG erwäge mit der Versicherung eine vereinfachte Abwicklung vor allem der Schäden mit geringen Kosten. An sich müsste der Geschädigte den Schaden und dessen Ursache nachweisen. Der durchschnittliche Schadensbetrag bei den bisher ermittelten Fällen belaufe sich aber nur auf rund 700 Franken.

Sind alle rechtlichen Voraussetzungen gegeben, würde davon, wie bei solchen Schäden üblich, der Zeitwert vergütet. Gezahlt würden so noch jeweils 200 bis 300 Franken. Aus Sicht von Moll könnten bei einer vereinfachten Abwicklung solche Schadenszahlungen auch ohne Erstellung eines Gutachtens erledigt werden.

Von den Schadensmeldungen stammen etwa 20 Prozent aus Deutschland, 5 Prozent aus Frankreich und der Rest aus der Schweiz, wie die Projektbetreiberin Geopower AG mitteilte.

Für die weiteren Schadensaufnahmen rechnet die Geopower AG noch mit einer Dauer von drei bis vier Monaten. Sie übernimmt dabei auch die Kosten dieser Arbeiten, was üblicherweise Sache der Geschädigten wäre. Bisher wendete die Geopower dafür 50'000 Franken auf, die Gesamtsumme schätzt sie auf 100'000 bis 200'000 Franken.

Das Geothermie-Projekt im Basler Stadtteil Kleinhüningen hatte seit dem 8. Dezember in der Region zu vier Erdstössen mit Stärken von 3,1 bis 3,4 geführt. Grund waren Spannungen nach dem Einpressen von Wasser in fünf Kilometer Tiefe. Das Projekt wurde im Dezember stillgelegt. Ob es wieder aufgenommen wird, soll bis Ende Jahr entschieden werden.

(sda/walm)