Vermischtes
DJ Bobo als Vampir nach Helsinki
Song zu Eurovision Song Contest veröffentlicht
Der Vorhang ist gelüftet: DJ Bobos Schweizer Beitrag zum Eurovision Song Contest heisst «Vampires are alive». Welturaufführung war im IMAX-Theater des Luzerner Verkehrshauses.
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Für die Uraufführung wählte man die weitherum grösste Leinwand. Und gross herauskommen wollen die Schweizer endlich wieder mal am Eurovisions-Wettbwerb. Er wolle nicht einfach dabei sein, sagte DJ Bobo, sondern vorne dabei sein - «mit Leistung und Qualität».
Bekäme er in Helsinki null Punkte, wäre das für ihn der Super- Gau, gestand der DJ, der zur Première von Beni Thurnheer interviewt wurde. Dann würde er für ein paar Wochen ins Exil gehen.
DJ Bobo hofft aber, mit dem Videoclip über die Landesgrenzen hinaus Begeisterung für seinen Song zu entfachen und so das Exil zu vermeiden.
In dem Clip erweckt DJ Bobo von einem mittelalterlichen Turm herab die offenbar in grosser Zahl vor sich hin schlummernden Blutsauger zum Leben.
Heraus gekommen ist eine klassische, diesmal gruftihafte und mit den derzeit hoch im Kurs stehenden Show-Effekten angereicherte DJ-Bobo-Performance - aus dem «Bereich Bodenturnen», wie Polo Hofer sich kürzlich leicht despektierlich äusserte.
Der Videoclip sei allerdings die harte Version, sagte DJ Bobo. Auf der Bühne in Helsinki (und zuvor in der TV-Sendung «Benissimo») werde eine abgeschwächte, sanfte Version vorgetragen.
Bevor DJ Bobo am grossen Finale am 12. Mai in Helsinki auftreten kann, muss er allerdings am 10. Mai noch das Halbfinale überstehen. Dort treten 28 der 42 teilnehmenden Länder an; von ihnen werden 10 für die Schlussrunde ausgewählt.
Mit dem Dracula-Lied und passenden Kostümen und Bühnenbild nimmt der Schweizer Beitrag unmissverständlich Bezug auf die letztjährigen Sieger, die finnischen Monsterrocker Lordi.
Eine Jury bestehend aus Vertretern von SF, TSR, TSI und VIVA Schweiz hatte den Song aus über 60 Titeln ausgewählt.
Durch ein technisches Schlupfloch gelangte der zugehörige Videoclip bereits am Mittwochabend für kurze Zeit auf die Internet-Webseite «esctoday.com».
Die Kommentare dort waren gemischt. Ein typischer DJ Bobo-Song, der vor allem dank der aufwendigen Bühnenshow überzeugen könnte, lautete der Tenor. Unoriginell, weil den Finnen abgekupfert, bemängelten dagegen einige Forumsbeiträge.
René Baumann, wie DJ Bobo mit bürgerlichem Namen heisst, ist einer der erfolgreichsten Künstler der Schweiz. Bisher stand er in 44 Ländern auf der Bühne und verkaufte über 13 Millionen Tonträger.
(sda/koua)
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