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Wendehals ist «Vogel des Jahres 2007»

Freitag, 26. Januar 2007, 10:26 Uhr, Aktualisiert 21:19 Uhr

Im Gegensatz zum politischen Artgenossen immer seltener

Der Schweizer Vogelschutz (SVS) hat den Wendehals - Jynx torquilla - zum Vogel des Jahres 2007 gekürt. Einst ertönten die Rufe des rindenfarbenen Spechtvogels überall im Lande aus Hochstamm-Obstgärten, Auenwäldern und Feldgehölzen und Parkanlagen.

Wendehals guckt aus Loch in Baumstamm
Die Lebensräume des Wendehalses werden immer enger. (svs, Eduard Germann)

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Im Gegensatz zum Jynx politica - dem politischen Wendehals - ist der Jynx torquilla selten geworden. Heute sind die spechtartigen Lautäusserungen des Vogels nur noch an wenigen Orten regelmässig zu vernehmen, wie der SVS-Website zu entnehmen ist.

Die Bestände des Wendehalses sind wegen der Zerstörung seiner Lebensräume durch Überbauung, Ausräumung der Landschaften und Intensivierung der Landwirtschaft grossflächig zusammengebrochen. Als auf bodenbewohnende Ameisen und deren Larven spezialisierter Specht ist diese Vogelart auf lückige Vegetation in extensiv bewirtschafteten Flächen angewiesen.

Zwischen 1993 und 1996 wurden in der Schweiz noch rund 3000 Brutpaare gezählt - 22,2 Prozent weniger als gegenüber der Zählung 1972 - 1976. Nach dem Eisvogel - dem Vogel des Jahres 2006 - passt der Wendehals gut zur SVS-Kampagne «Biodiversität - Vielfalt ist Reichtum», die nun ins zweite Jahr geht, wie der SVS schreibt.

In diesem Jahr wolle man versuchen, landauf und landab Politiker für die Natur zu sensibilisieren - und damit die Weichen zu stellen, damit auch der Vogel des Jahres wieder häufiger anzutreffen sein wird.

(sda/wyse)