Schweiz
Schmähpreis für Bridgestone und Novartis
WEF-Gegenveranstaltung verlieh «Public Eye Awards»
Bridgestone und Novartis sind an der WEF-Gegenveranstaltung «Public Eye On Davos» als «unverantwortlichste Konzerne» erkoren worden. Coop dagegen erhielt einen Anerkennungspreis für sein Bio-Engagement.
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Die Vergehen des japanischen Reifenherstellers und des Basler Pharmakonzerns führten die Schattenseiten einer rein Profit orientierten Globalisierung vor Augen, begründeten die Organisatoren in einem Communiqué die Negativ-Auszeichnung.
Novartis werden Patentklagen vorgeworfen, mit denen das Pharmaunternehmenen den Zugang zu bezahlbaren Nachahmermedikamenten in Indien und den Entwicklungsländer einschränken wolle.
Novartis sei «durch seine Monopolpolitik in Indien mitverantwortlich für das Leid Zehntausender Krebskranker», wird der Vorsitzende der indischen Krebshilfe, Yogenda Sapru, im Communiqué zitiert.
Die Prämierung von Bridgestone begründen die Veranstalter mit den Verhältnissen auf den Gummiplantagen des Reifenherstellers im westafrikanischen Liberia, wo Kinderarbeit und Umweltschäden an der Tagesordnung seien.
Die Schweizer Detailhändlerin Coop erhielt den «Positive Award» für ihr Engagement für die biologische Landwirtschaft. Mit der Lancierung des Öko-Labels «Naturaplan» habe Coop eine «Pionierleistung» vollbracht.
Für die drei Preiskategorien «Global Award», «Swiss Award» und «Positive Award» seien insgesamt neun Finalisten zur Wahl gestanden, heisst es im Communiqué der Veranstalter Pro Natura und Erklärung von Bern (EvB).
Die Preisverleihung fand in Davos parallel zum Eröffnungstag des WEF statt. Die Public Eye Awards wurden 2007 zum dritten Mal verliehen.
(sda/widb)
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