Schweiz
Public Eye vergibt «Anti-Oscar»
IKEA und Novartis auf der Kandidatenliste
Die Globalisierungskritiker der WEF-Gegenveranstaltung haben die Anwärter für den diesjährigen «Public Eye Award», den «Anti-Oscar» für Globalisierungssünden nominiert. Kandidaten sind unter anderen IKEA, Novartis und RUAG.
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Über 40 in- und ausländische Firmen seien für die «Awards» vorgeschlagen worden, gaben die beiden Veranstalter «Erklärung von Bern» (EvB) und Pro Natura bekannt. Insgesamt neun Unternehmen stehen nun in den drei Kategorien zur Wahl.
Beim «Swiss Award» werden Firmen mit Schweizer Sitz «prämiert». Hier figurieren die Zuger Rohstoffgruppe Xstrata, der Berner Rüstungs- und Technologiekonzern RUAG und der Pharmakonzern Novartis auf der Liste.
Xstrata wird wegen eines Bergbauprojektes in Australien kritisiert, die vom Bund kontrollierte RUAG unter anderem für ihre Produktion von Kleinkaliber-Munition.
Novartis wiederum fechte die indischen Patentgesetze an um die Herstellung von Generika-Medikamenten zu verhindern. Falls sich Novartis durchsetze, werde das vielen indischen Krebskranken das Leben kosten, erklärte der Sprecher von der EvB.
In der Kategorie «Global Award» sind die niederländische Rohstoffhändlerin Trafigura, das schwedische Möbelhaus IKEA und der japanische Reifenhersteller Bridgestone nominiert.
Für den «Positive Award» sind der Detailhändler Coop, die niederländische Bio-Nahrungsmittelkette Eosta sowie die britische Kaufhauskette Marks&Spencer vorgeschlagen. Sie sorgten für «Lichtblicke» bei der Unternehmensverantwortung, hiess es.
Die «Awards» werden am Eröffnungstag des WEF am 24. Januar in Davos verliehen. Moderiert wird die Veranstaltung vom Kabarettisten Patrick Frey.
(sda/ap/sper)
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