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Pro Natura adelt Edelfisch

Montag, 8. Januar 2007, 14:48 Uhr, Aktualisiert 15:45 Uhr

34 von 54 Fischarten bedroht

Die Naturschutzorganisation Pro Natura hat die Äsche zum Tier des Jahres 2007 ernannt. Der in der Schweiz früher einmal weit verbreitete Edelfisch leidet unter den menschlichen Eingriffen in die Natur. Vor allem die Stromproduktion macht ihm zu schaffen.

Eine Aesche schwimmt durchs grüne Wasser.
Die Äsche ist Pro natura-Tier des jahres 2007 (pro natura)

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Die Äsche sei ein eindrückliches Beispiel dafür, was menschliche Eingriffe in Flüssen und Bächen anrichten können, teilte Pro Natura mit. Einst ist der Fisch in vielen Schweizer Flüssen heimisch gewesen. Heute ist ihr Verbreitungsgebiet geschrumpft und sie gilt als gefährdet.

Der auch in der Gastronomie wegen seines kompakten Fleisches beliebte Fisch bevorzugt Flussabschnitte im Übergang von den hügeligen Voralpen ins flacher werdende Tiefland. In abwechslungsreichen Strecken mit zum Teil starker Strömung und im steinigen Untergrund findet das Tier ideale Lebensbedingungen.

Im Flusskies legt der Fisch seine Eier ab. Da reifen diese zu so genannten Brütlingen heran, welche sich dann in ruhigen Uferzonen zu ausgewachsenen Äschen entwickeln. Ausgewachsene Tiere schweben in starker Strömung, von der sie sich Kleinkrebse und Insektenlarven in den Mund spülen lassen.

Die von Äschen bevorzugten Biotope werden aber laut Pro Natura immer seltener. Schuld daran sei neben der Verbauung der Flüsse vor allem die Stromwirtschaft. So seien Stauwehre oft unüberbrückbare Hindernisse, welche die Äschenpopulationen voneinander trennen.

Zudem verringern die Verbauungen die Fliessgeschwindigkeit, wodurch sich Schlamm ablagert. Dieser verstopft die kiesige Sohle des Flusses und verunmöglicht so die Eiablage.

Auch die im Zusammenhang mit der Bewirtschaftung von Stauwehren auftretenden Hoch- und Niederwasserspitzen setzen den Fischen stark zu. Wird unterhalb der Wehre beispielsweise auf einmal viel Wasser abgelassen, werden Laich und Jungfische weg gespült.

Eier und Jungfische, die diesem «Hochwasserspuk» trotzen können, finden sich laut Pro Natura unvermittelt auf dem Trockenen. Hier gehen sie rasch zu Grunde.

Mit einer Kampagne setzt sich Pro Natura dafür ein, dass Flüsse und Bäche wieder lebendiger gemacht werden. Beispielsweise würden rund 50 Projekte für Flussbettaufweitungen initiiert und unterstützt.

(sda/ap/from)