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Handytarife geraten unter Druck

Dienstag, 28. November 2006, 8:57 Uhr, Aktualisiert 29.11.2006, 7:25 Uhr

Weko stellt Marktbeherrschung fest

Der Druck auf die Mobilfunkanbieter Swisscom, Orange und Sunrise steigt: Die Terminierungsgebühren können künftig von der Kommunikationskommission (ComCom) diktiert werden.

Schaufenster mit Werbung über Handygebühren. Am oberen Rand sind die Logos von Swisscom, Orange und Sunrise zu sehen.
Swisscom, Orange und Sunrise geraten wegen Handypreisen unter Druck. (keystone)

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Bei den Terminierungsgebühren handelt es sich um diejenigen Taxen, welche für die Umleitung von Anrufen von Fremdnetzen auf das eigene Netz verrechnet werden.

Diese sind laut einem Gutachten der Weko in der Schweiz im Vergleich mit dem Preisniveau in Europa immer noch hoch. Es liege In diesem Bereich eine marktbeherrschende Stellung der drei Unternehmungen vor, so das Fazit.

Die ComCom kann nun die Gebühren nach kostenorientierten Grundsätzen festlegen und sie den Handy-Anbietern vorschreiben. Das Weko-Gutachten wurde im Rahmen der fernmelderechtlichen Interkonnektionsverfahren bei der ComCom gegen die Anbieter erstellt.

In einer noch laufenden Untersuchung der Weko geht es zudem nicht nur um die Marktstellung, sondern auch um die allfällige Missbräuchlichkeit der Terminierungspreise. Die Untersuchung befindet sich laut jüngster Mitteilung im Endstadium.

Die Weko hatte der Swisscom im vergangenen April wegen überrissener Terminierungspreise bereits eine Busse von 489 Millionen Franken angedroht. Die Swisscom bezeichnet die Bussenandrohung als unbegründet.

Sunrise und Orange erhielten bisher keine Bussenandrohung, obwohl ihre Terminierungsgebühren im vergangenen Frühling noch höher waren als jene der Swisscom.

(sda/bers/schl)