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Mystery Park schliesst Tore

Sonntag, 19. November 2006, 15:35 Uhr, Aktualisiert 21:39 Uhr

Heute zum letzten Mal geöffnet

Der Mystery Park in Interlaken hat seine Tore geschlossen - möglicherweise für immer. Was aus dem bankrotten Rätselpark nach einer Idee von Bestsellerautor Erich von Däniken wird, ist noch völlig offen. Möglicherweise entsteht auf dem Gelände ein Hotel mit 1000 Zimmern.

Im Vordergrund ein Parkplatz mit Autos darauf, am rechten Rand ein paar Bäume, in der Mitte hinten das Hauptgebäude mit einem grossen kugelförmigen Aufbau. An der Front des Gebäudes ein grosses Plakat mit schwer erkennbaren, extraterrischen Motiven.
An Stelle des Mystery Parks könnte schon bald ein Hotel mit 1000 Zimmern stehen. (keystone)

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Der Park befindet sich in Nachlassstundung, nach wie vor werden Käufer gesucht. Findet sich niemand, kommt es im Januar zur konkursamtlichen Versteigerung.

Dabei begann vor rund zehn Jahren eigentlich alles recht vielversprechend. Die Gemeinden im Raum Interlaken wälzten Ideen zur Umnutzung des ehemaligen Militärflugplatzes. Von Däniken, der die Region für sich entdeckt hatte, schwebte der Bau eines auf seinen Ideen gründenden Parks über ungelöste irdische Rätsel vor.

In der Tourismusregion Interlaken fand man an von Dänikens mit viel Herzblut und Überzeugung vorgetragenen, phantastischen Park-Ideen Gefallen. Nicht zuletzt versprach man sich vom Park eine attraktive Schlechtwetteroption für Touristen.

Bereits in der Bauphase geriet das ambitiöse Projekt ein erstes Mal finanziell unter Druck. Durch eine Investorengruppe um den Solothurner Financier Franz Gyger flossen dem Park schliesslich 43 Mio. Fr. zu. Im Mai 2003 öffnete der Park dann mit mehrmonatiger Verspätung seine Tore.

Wie am Samstag bekannt wurde, streckt auch die Hotelbetreiberin Accor Schweiz ihre Fühler nach Interlaken aus. «Wir sind im Gespräch mit den Mystery-Park-Verantwortlichen, wo ein Hotel mit insgesamt 1000 Zimmern entstehen soll», sagte Georges Schneider, Generaldirektor von Accor Schweiz, in Interviews mit der «Berner Zeitung» und im «Bieler Tagblatt».

(sda/wenn)